Das Bild zeigt den Präsident der Handwerkskammer Ulm, Joachim Krimmer (links) undden Obermeister der Zimmererinnung Aalen, Mich
Das Bild zeigt den Präsident der Handwerkskammer Ulm, Joachim Krimmer (links) undden Obermeister der Zimmererinnung Aalen, Michael Mayle.
Edwin Hügler

Das Handwerk hat generell goldenen Boden und insbesondere der Holzbau steht vor einer vielversprechenden Zukunft. Dies war der allgemeine Tenor bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Zimmererinnung Aalen im „Kellerhaus“ in Oberalfingen. Alle Redner zeigten sich davon überzeugt, dass aufgrund des Klimawandels Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Obermeister Michael Mayle konnte rund 100 Gäste zu dieser Jubiläumsfeier begrüßen. Der Holzbau sei eine bodenständige Branche und spiele in Baden-Württemberg eine große Rolle, unterstrich Mayle. Er betonte, dass die Zimmerer moderne Betriebe mit einem hohen technischen Standard und einer fortgeschrittenen Digitalisierung seien. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, gelte es die Ausbildung voranzutreiben. „Wir haben in 100 Jahren tausende von Lehrlingen ausgebildet und werden dies auch in Zukunft tun“, sagte Mayle. Der Rohstoff Holz habe eine glänzende Perspektive und so sei er zuversichtlich, dass es den Zimmerern auch in Zukunft gut gehe.

„Der Holzbau hat alle Chancen dieser Welt“, meinte auch Landrat Klaus Pavel. Der Ostalbkreis habe in dieser Hinsicht schon mehrfach Flagge gezeigt. Als Beispiele nannte Pavel den „Seeigel“ im Himmelreich in Schwäbisch Gmünd und die Flüchtlingsunterkunft in Unterkochen. Auch beim geplanten Neubau des Landratsamtes in Aalen spiele Holz eine wichtige Rolle. Bei diesem Rohstoff gebe es angefangen vom Wald über die holzverarbeitenden Betriebe bis hin zu den Zimmerern eine fast 100-prozentige Wertschöpfungskette im Ostalbkreis. Pavel hob hervor, dass im Landkreis die Holzbranche mit 700 Betrieben und 9000 Beschäftigten gute aufgestellt sei. „Die Zimmerer sind mit ihren 100 Jahren noch so jung wie andere mit 20“, sagte der Landrat.

Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler sieht die 42 Innungsbetriebe gut für die Zukunft gerüstet. Auch er prophezeite dem Holzbau „goldene Zeiten“.

Der Präsident der Handwerkskammer Ulm, Joachim Krimmer, unterstrich, dass die Zimmerer im Hinblick auf die Ausbildung von jungen Menschen auf einem guten Weg seien. In den letzten fünf Jahren sei es gelungen, jedes Jahr die Lehrlingszahlen zu steigern. Krimmer gratulierte der Innung Aalen und überreichte eine Ehrenurkunde an Obermeister Michael Mayle.

„Bauen mit Holz ist chic und sexy“, betonte der Präsident des Landesinnungsverbandes der Zimmerer, Josef Schlosser. Auch im Hinblick auf den Brandschutz habe Holz inzwischen sein schlechtes Image abgelegt. Holz brenne nur im Ofen, aber nicht im Baukörper, sagte Schlosser.

Weitre Grußworte sprachen die Abgeordneten Leni Breymaier und Winfried Mack. Die Feier wurde von Christian Bolz am Saxofon und Markus Braun am Kontrabaß musikalisch umrahmt.

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