Ziel: Ein nachhaltiger und sozialer Ostalbkreis

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 Bei einem Redaktionsbesuch bei den „Aalener Nachrichten“ haben (von links) Susanne Garreis, Bennet Müller, Ulrike Richter und A
Bei einem Redaktionsbesuch bei den „Aalener Nachrichten“ haben (von links) Susanne Garreis, Bennet Müller, Ulrike Richter und Askan Hendrische, Kreistagskandidaten im Wahlkreis I Aalen, die politischen Zielsetzungen der Grünen für den Ostalbkreis erläutert. (Foto: Eckard Scheiderer)

Zehn Punkte für einen nachhaltigen Ostalbkreis, acht Punkte für einen sozialen Ostalbkreis – damit wollen die Grünen in den Wahlkampf zur Kreistagswahl am 26. Mai ziehen. Was sie sich darunter genau vorstellen, wollen sie am kommenden Samstag, 6. April, zum Wahlkampf-Auftakt bei einem Plastik-Aktionstag auf dem Aalener Wochenmarkt der Öffentlichkeit genauer darlegen.

Der weltweite Kampf gegen den Plastikmüll, der derzeit in aller Munde ist – ihn haben sich auch die Grünen auf ihre Wahlkampffahnen im Kreis geschrieben. Denn: Beim Thema Müll habe der Kreis Kompetenz. Das haben im Vorfeld des Wahlkampfauftakts Bennet Müller, Susanne Garreis, Ulrike Richter und Askan Hendrischke, allesamt Kreistagskandidaten im Wahlkreis I Aalen, bei einem Redaktionsbesuch der „Aalener Nachrichten“ deutlich gemacht. Ein kompletter Plastik-Verzicht, das räumten die vier dabei ein, sei sicher schwierig. Generell müsse der gesellschaftliche Druck beim Thema Plastikmüll aber auch auf der Ostalb wachsen, die Menschen müssten auch hier „ganz stark“ zum Nachdenken angeregt werden. Der Ausbau des von der Aalener Hochschule initiierten Projekts „Ausgebechert“ zu einem kreisweiten Mehrwegsystem in Sachen Kaffeebecher oder die Einführung einer extra Sammlung von Kunststoffabfällen, die nicht Verpackungsmüll sind, sind Punkte, welche die Grünen im Kreis verfolgen wollen. Verbunden mit dem Bestreben, die Recyclingquote auch im Kreis deutlich zu erhöhen.

Bei einer nachhaltigen Kreisentwicklung können sich die Grünen zudem vorstellen, das Härtsfeld als Biosphärengebiet, ähnlich wie auf der Schwäbischen Alb rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen, auszuweisen. Das würde die einzigartige Härtsfeldlandschaft nicht nur unter einen besonderen Schutz stellen, sondern könnte auch für eine weitere Ankurbelung des Tourismus und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen auf diesem Gebiet sorgen.

Zu den zehn Punkten der Grünen für einen nachhaltigen Ostalbkreis gehören auch schnelle, verlässliche und umweltfreundliche Mobilitätsangebote, die untereinander intelligent vernetzt sind. Für mehr Vielfalt soll unter anderem die Ausweitung von Ruftaxi-Systemen vor allem in der Fläche sorgen. Bei der beschlossenen Linienbündelung sehen die Grünen eine hohe Verantwortung des Kreistags vor allem bei den Ausschreibungen. Das Vergaberecht erlaube viele Vorgaben, die es gut und verantwortungsvoll auszuschöpfen gelte.

Weitere der zehn Punkte für einen nachhaltigen Ostalbkreis drehen sich unter anderem un den Artenschutz und den Pestizid-Einsatz, den Gewässerschutz und die regionale Wertschöpfung.

Bei den acht Punkten für einen sozialen Ostalbkreis steht das Thema Gesundheit ganz oben auf der Agenda. Um die drei Klinik-Standorte in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft mit ihrem hohen Niveau und ihren „Leuchtturm-Angeboten“ dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln, gelte es vor allem die ärztliche und pflegerische Versorgung zu sichern. Und die Menschen auf der Ostalb an ihre Kliniken zu binden. Denn: Die direkten Konkurrenten zu den Kliniken Ostalb säßen vor allem bei den planbaren Behandlungen in den nahen Ballungszentren und an den Uniklinik-Standorten. Zu einem sozialen Ostalbkreis gehören für die Grünen unter anderem aber auch eine möglichst breite soziale Teilhabe für alle, der Erhalt von Selbstständigkeit bis ins hohe Alter, Chancengleichheit und nachhaltige Bildung.

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