Zeitungstreff: Das Journalisten-Einmaleins

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Redakteur Ansgar König hat die 5a des Aalener Schubart-Gymnasiums besucht.
Redakteur Ansgar König hat die 5a des Aalener Schubart-Gymnasiums besucht. (Foto: Klasse 5a, Schubart-Gymnasium)
Vanessa Kopp und Bruno Haverkamp und Quirin Pecher und Klasse 5a und Schubart-Gymnasium Aalen

In der zweiten und dritten Schulstunde hat die Klasse 5a des Schubart-Gymnasiums im Rahmen des „Zeitungstreffs 2019“ den Journalisten Ansgar König kennengelernt. König, langjähriger Redakteur der „Aalener Nachrichten /Ipf- und Jagst-Zeitung“, besuchte die Klasse in ihrem Deutschunterricht.

König erzählte den Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten viel Spannendes über die Zeitung und erklärte ihnen den Beruf eines Journalisten. Doch nicht nur das, er zeigte ihnen außerdem, wie er als Profi seine Artikel schreibt.

Zuerst erklärte König den Aufbau einer Zeitung, deren Einzelteile „Bücher“ genannt werden. Eifrig machten sich die 21 Schülerinnen und Schüler der Klasse Stichpunkte und schrieben das Wichtigste mit.

König arbeitet seit fast 30 Jahren als Journalist. Er schilderte den aufmerksamen Kindern die Aufgaben, die er als Journalist erledigen muss, wie zum Beispiel Interviews mit berühmten und auch mit ganz unbekannten Menschen zu führen und Artikel für die Zeitung zu schreiben. Er fängt meist um 9 Uhr an zu arbeiten. Ein Schlussredakteur schließt gegen 22.15 Uhr die Zeitungsproduktion ab. Selten fahren er oder seine Kollegen wegen eines Artikels ins Ausland. Die tägliche Arbeitszeit lasse sich schwer bemessen: „Es ist immer unterschiedlich, ich komme immer um eine andere Uhrzeit nach Hause.“

Der Journalist schreibt schätzungsweise 250 Artikel im Jahr. Ansgar König mag es nicht, wenn jemand anruft, während er einen Artikel schreibt. Er findet es gut, wenn er in seinen Artikeln Menschen zitieren kann.

Nun durften die Kinder Fragen stellen, die König beantwortete. Es waren Fragen wie „Was verdient man als Journalist?“, „Haben Sie nette Kollegen?“ und noch viele mehr. Die Schüler fragten: „Wie sind sie zu Ihrem Beruf gekommen?“ Er antwortete: „Ich habe früher schon gerne Artikel geschrieben, ich war in meiner Schulzeit bei der Schülerzeitung. Als ich noch jünger war, spielte ich in einer Band, die nicht wirklich berühmt war. Keiner wollte einen Artikel über uns schreiben, da habe ich einen eigenen Artikel geschrieben. Diesen fand die Zeitung gut und hat mir später einen Job angeboten.“

Ansgar König sagte der Klasse etwas ganz Wichtiges: „Heutzutage wird die Zeitung kaum noch geschätzt, dabei ist die Zeitung das Glaubwürdigste, was wir haben, es steckt sehr viel Arbeit drin. Eine Zeitlang gab es Zeitungen oft kostenlos im Internet. Das ist bei Qualitätsjournalismus jetzt seltener geworden.“

Nach der großen Pause erklärte Ansgar König der Klasse dann endlich das Journalisten-Einmaleins, also wie die Kinder selbst Artikel schreiben können. Natürlich hatten die Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Kennenlernen einige Übungsartikel verfasst. Die mutigsten von ihnen durften ihre Artikel dem Profi vorlesen und er verbesserte den Text.

Der Besuch des Profi-Journalisten dauerte insgesamt ungefähr 60 Minuten und die Klasse hatte viel Spaß und lernte viel.

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