Zauberhaft: Ein Jahr ungeschlagen

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Per Günther unterlag mit Ulm in Crailsheim.
Per Günther unterlag mit Ulm in Crailsheim. (Foto: Michael Memmler/Eibner Presse/imago images)
Aalener Nachrichten

Merlins: Bell-Haynes (15 Pkt/4 Reb/10 Ass/1 Stl), Stuckey (3 Pkt/1 Reb/1 Ass/1 Stl), Lasisi (16 Pkt/1 Reb/1 Ass/1 Stl), Highsmith (17 Pkt/7 Reb/1 Ass/1 Stl/2 Blk), Bleck (3 Pkt/2 Reb/2 Ass/1 Stl), Coleman (15 Pkt/5 Reb/1 Ass/1 Blk), Caisin, McNeace (11 Pkt/7 Reb/2 Blk), D. Kovacevic (DNP), Jones (6 Pkt/4 Reb/1 Ass/1 Stl). Viertelergebnisse: 19:16/ 22:17/26:36/19:15.

Nur 48 Stunden nach dem Auswärtsspiel in Vechta trafen die HAKRO Merlins im Baden-Württemberg-Derby der Basketball-Bundesliga (BBL) auf ratiopharm ulm. Beide Kontrahenten konnten, ob eines guten Saisonstartes, mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Während die Zauberer mit acht Siegen den zweiten Platz innehatten, traten die Ulmer als Tabellensiebter die rund einstündige Reise nach Crailsheim an. Das letzte Spiel 2020 bot noch einmal alles, was das Basketballherz begehrt. In einem packenden Krimi setzten sich die Gastgeber letztlich mit 86:84 durch und feiern mit dem Derbysieg den neunten Erfolg im zehnten Saisonspiel. Nur zwei Tage nach dem Auswärtsspiel inklusive sechsstündiger Heimreise aus Vechta waren die HAKRO Merlins am Dienstagabend gegen das Team um Kapitän Per Günther gefordert. Für Crailsheims Headcoach Tuomas Iisalo bestand nach dem 98:81-Erfolg über Vechta keinen Grund für Veränderungen an der Starting Five. Und die Partie begann gleich mit einem richtigen Highlight.

Der BBL-Top-Vorlagengeber Bell-Haynes zeigte gleich, wieso er auch in dieser Statistik so erfolgreich ist. Mit einem spektakulären Alley-oop-Anspiel setzte der Kanadier Jamuni McNeace in Szene, der die Vorarbeit mit einem krachenden Dunking veredelte. Doch in der Folge zeigten sich die Gäste treffsicher, sodass Ulm früh mit 7:2 in Führung ging. Lasisi verwandelte nach vier Minuten den ersten Dreier auf Crailsheimer Seite zum 7:9. Mit einem 19:16 ging es in die erste Unterbrechung.

Auch das zweite Viertel begann mit einer starken Aktion. Erneut im Mittelpunkt: Bell-Haynes und McNeace. Wieder sorgten sie mit einem spektakulären Alley-oop direkt zu Beginn des Spielabschnitts für ein Highlight. Die letzte Aktion der ersten Hälfte gehörte Tim Coleman. Sein Dreier sorgte für die 41:33 Pausenführung.

Und in den dritten Abschnitt starteten die Gastgeber wie erhofft. McNeace blockte Osetkowski, im Anschluss traf Bell-Haynes per Dreier. Nun zeigen beide Kontrahenten ihre Stärken von jenseits der Dreierlinie. Die Zauberer trafen alleine in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit vier Dreier und zogen auf 59:46 davon. Die Schlussphase des dritten Viertels hatte es dann so richtig in sich: Tuomas Iisalo kassierte vier Sekunden vor dem Ende zwei technische Fouls und musste die Arena verlassen, Per Günther egalisierte den Rückstand und brachte die Ulmer mit Ablauf der Uhr das erste Mal wieder in Führung. Mit einem 67:69 ging es in die letzten zehn Basketballminuten des Jahres 2020.

In dem nun völlig aufgeheizten Spiel kamen die Gäste nun vermehrt zu einfachen Punkten, viele 50/50 Bälle erreichten in dieser spielentscheidenden Phase die Gäste. Doch die Crailsheimer gaben sich zu keiner Zeit geschlagen. Nach zwei technischen Fouls der Ulmer und dem anschließenden Ballbesitz mit Dreier von Highsmith, stellten die Gastgeber auf 80:74 (35. Minute). In den letzten Minuten zeigten beide Teams nahezu keine Schwächen, sodass sich keine Mannschaft richtig absetzen konnte. Obst brachte die Ulmer wenige Sekunden vor dem Ende auf 86:84 heran. Im Anschluss spielten die Zauberer die Uhr auf fünf Sekunden runter – der Abschluss von Coleman verpasste zwar sein Ziel, die Gäste versuchten einen Wurf aus über zehn Metern. Als dieser nur den Korbring traf, war die Freude riesig! Die Schlusssirene ertönte! Damit gewannen die HAKRO Merlins auch ihr elftes Heimspiel des Jahres 2020 und bleiben somit ein Jahr lang in der heimischen Arena Hohenlohe in Ilshofen unbesiegt. „Das Team hat Charakter gezeigt und es trotz den Schwierigkeiten geschafft, gegen eines der besten Teams der Liga zu gewinnen. Einen Sieg gegen ein Eurocup-Team zu holen, ist natürlich eine große Sache für uns“, so Iisalo.

Merlins: Bell-Haynes (15 Pkt/4 Reb/10 Ass/1 Stl), Stuckey (3 Pkt/1 Reb/1 Ass/1 Stl), Lasisi (16 Pkt/1 Reb/1 Ass/1 Stl), Highsmith (17 Pkt/7 Reb/1 Ass/1 Stl/2 Blk), Bleck (3 Pkt/2 Reb/2 Ass/1 Stl), Coleman (15 Pkt/5 Reb/1 Ass/1 Blk), Caisin, McNeace (11 Pkt/7 Reb/2 Blk), D. Kovacevic (DNP), Jones (6 Pkt/4 Reb/1 Ass/1 Stl). Viertelergebnisse: 19:16/ 22:17/26:36/19:15.

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