Weltkindertag: Junge Gäste toben sich auf dem Greutplatz aus

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Redakteurin/DigitAalen

Der sechsjährige Mark Oetzel dreht seine Runden auf dem Barfußpfad auf dem Stand der der Lebenshilfe am Weltkindertag und macht aus seiner Begeisterung keinen Hehl. „Wie viele hab ich schon, Papa?“, ruft er. „Zwölf - langsam reicht es, Mark“, erwidert sein Vater Günther Oetzel.

Auf dem Aalener Greutplatz sind knapp 30 Attraktionen geboten. Nach einem ökumenischen Gottesdienst und einem Umzug mit den Kocher Fetza ist der offizielle Teil vorbei. Schirmherr Landrat Pavel hat den Weltkindertag eröffnet, Bürgermeister Thilo Rentschler die Spielemeile.

Mark Oetzel zieht sich eben seine Schuhe wieder an, er hat noch einiges vor. Beim Sackhüpfen war er schon, ein Buch der Bibliothek hat er auch schon bekommen. Und jetzt? „Ich mach, was mir Spaß macht“, kündigt der Sechsjährige im Davonrennen an. „Es ist jedes Jahr eine schöne Veranstaltung“, sagt Günther Oetzel schmunzelnd, bevor er seinem Sohn gen Rollstuhl-Basketball folgt.

Dort sitzt die 21-jährige Sirin Gerlach und begrüßt die Neuankömmlinge. „Bei uns versuchen Kinder wie das ist, im Rollstuhl zu sitzen“, sagt Gerlach. „Wenn sie einen Rollifahrer auf der Straße sehen, wirkt das nicht mehr abschreckend auf sie, sie wissen, wie es demjenigen geht.“ Dieses Jahr sei der Weltkindertag schöner, weil er im Freien stattfindet. „Da kommen auch definitiv mehr.“

Sonne, Spiele und Überraschungen: Kinder feiern auf dem Weltkindertag in Aalen
Auf etwa 500 bis 600 Besucher schätzt Tanja Raschka, Vorsitzende des Kinderschutzbundes den Andrang auf dem Greutplatz. Für die Kinder gibt es Überraschungsgeschenke.

Auf etwa 500 bis 600 Besucher schätzt Tanja Raschka, Vorsitzende des Kinderschutzbundes den Andrang. Außer der Überraschung, einer Fotobox in der Ulrich-Pfeifle-Halle, bekommen die Kinder ein kleines Blinklicht geschenkt, gestiftet von der Firma Renta. „Ich habe den Eindruck, dass es sich dieses Jahr sehr gut verteilt“, sagt Raschka, die bei einem ersten Rundgang von den Veranstaltern durchweg positive Rückmeldungen bekommen hat.

Lange Schlangen gibt es vor der Kletterwand und bei der Feuerwehr, die mit den Kindern mit einem echten Schlauch ein aufgemaltes Feuer an einer Holzfassade löscht. „Das macht Spaß“, bescheinigt die sechsjährige Lea Lindel dem Stand und macht sich auf zur Hüpfburg.

Am Stand der Lebenshilfe betreut Fabian Joklitschke, Leiter des Integrativen Kindergartens Tausendfüßler, die jungen Gäste. „Ich finde den Weltkindertag noch wichtiger, seit es kein Kinderfest mehr gibt.“ Für die Kinder sei es toll, am Wochenende etwas mit ihren Eltern zu unternehmen, auszuprobieren und sich Herausforderungen zu stellen.

Am Stand des Stadttheaters lädt Anne Klöcker noch Passanten ein, sich in der Schauspielkunst zu üben. Aktuell sei noch die Stelle eines Zwerges zu besetzen, besser gesagt fünf. Hinter einer provisorischen Garderobe treffen die vorhandenen zwei Zwerge, Schneewittchen und die böse Fee die letzten Vorbereitungen. Während ein Erzähler des Theaters die Geschichte über Schneewittchen zum besten gibt, mimen die spontanen Jungschauspieler das Geschehen dazu.

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