Welthospiztag will das Tabuthema Tod öffentlich machen

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Der Tod ist für viele nach wie vor ein Tabuthema. Über die Arbeit der Hospizdienste klärt der Welthospiztag am Samstag auf.
Der Tod ist für viele nach wie vor ein Tabuthema. Über die Arbeit der Hospizdienste klärt der Welthospiztag am Samstag auf. (Foto: Felix Kästle)
Edwin Hügler

Oft tabuisierte Themen wie Sterben, Tod und Trauer in den Mittelpunkt zu rücken und über die Arbeit der Hospizdienste aufzuklären, ist das Anliegen des Welthospiztages am Samstag, 12. Oktober. In Aalen werden an diesem Tag von 7 bis 12 Uhr in einer gemeinsamen Aktion der ambulante ökumenische Hospizdienst Aalen und das stationäre Maja-Fischer-Hospiz in Ebnat auf dem Marktplatz bei der Tourist-Information präsent sein

„Wir sind für die Seele da“, erklärt die Leiterin des ökumenischen Hospizdienstes bei einem Pressgespräch am Dienstag und auch der Vorsitzende Xaver Stark sieht in der menschlichen Begleitung die Hauptaufgabe des Dienstes. 28 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gehen im Altkreis Aalen in die Privathäuser, in Pflegeheime und in Krankenhäuser. Sie schenken den Schwerstkranken ihre Zeit, hören zu oder beten, wenn es gewünscht wird, auch Mal einen Rosenkranz.

„Bei uns wurde kürzlich erst für einen jüngeren Gast Pizza gebacken“, erzählt die Leiterin des stationären Maja-Fischer-Hospizes in Ebnat, Helga Schmid. Die Aufgaben der Hospizhelfer seien sehr vielfältig. Überhaut gehe es in der Einrichtung darum, den Tagen mehr Leben zu geben. „Wir begleiten Lebende“, betont Schmid. Im Maja-Fischer-Hospiz in Ebnat ist Platz für acht Gäste, die von 25 hauptamtlichen Mitarbeitern und von 24 ehrenamtlichen Hospizbgeleiterinnen betreut werden.

Veranstalter hoffen, dass viele Besucher zum Infostand kommen

Für die Aktion am Samstag auf dem Marktplatz haben sich prominente Besucher angesagt, so werden der Bundestagsabgeornete Roderich Kiesewetter, der Landtagsabgeordnete Winfried Mack, Landrat Klaus Pavel und der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler vor Ort sein. Die Veranstalter hoffen auch ansonsten auf ein reges Interesse an ihrem Stand.

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