Warum es bei den Ellwanger Fußballern nicht wirklich klappen will

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Antis Chalkidis sucht auf und neben dem Platz noch nach den richtigen Lösungen.
Antis Chalkidis sucht auf und neben dem Platz noch nach den richtigen Lösungen. (Foto: Peter Schlipf)
Sportredakteur/DigitAalen

„Klar, haben wir uns das anders vorgestellt“, gibt FCE-Vorstand Helmut Wenzel einen Einblick ins Gefühlsleben der Ellwanger Fußballer, aber er fügt an: „Der Wille in der Mannschaft ist da.“ Trainer Antis Chalkidis sitzt beim Tabellenvorletzten der Fußball-Bezirksliga als weiter fest im Sattel. Dennoch soll gegen den Aufsteiger aus Wört am Sonntag der Knoten endlich platzen.

Das vergangene Jahr war ein perfektes aus Sicht der Ellwanger Fußballer. Erst der Aufstieg in die Bezirksliga, dann der starke sechste Platz in der Premierensaison. In diesem Jahr will es noch nicht wirklich klappen, zumindest in Sachen Ergebnisse. Erst das Erstrundenaus gegen Stödtlen im Pokal, dann vier Niederlagen zum Auftakt in die Bezirksliga. „Man kann nicht sagen, es ist noch nichts passiert. Schließlich haben wir null Punkte auf dem Konto“, sagt Wenzel und fügt an: „Aber wir hätten mit etwas mehr Glück und unserer Leistung nicht alle vier Spiele verlieren müssen.“

Knipser fehlt

Das große Manko beim FC Ellwangen liegt beim Blick auf die Tabelle klar auf der Hand: Der FCE schießt einfach zu wenig Tore und kassiert auf der anderen Seite „durch oftmals individuelle Fehler“ zu viele. Ein weiterer Grund für die schwächelnde Offensive sind vor allen Dingen auch der Verlust von zwei Schlüsselspielern aus der Vorsaison. „Wir haben die Abgänge von Roman Riedel (Hofherrnweiler) und Benjamin Hieber (Ellenberg) nicht entsprechend auffangen können“, gibt Wenzel zu. Versucht habe man es aber durchaus. Allerdings handelte sich der FCE nur Absagen ein. Wechsel sind nun nicht mehr möglich - zumindest bis zu Winterpause. Wenzel glaubt dennoch an den Turnaround, denn der Teamgeist stimmt und der Trainer Antis Chalkidis sorgt „mit erfrischendem Training“ für die nötigen Impulse. „Es liegt absolut nicht am Trainer. So ist auch meine Rückmeldung aus der Mannschaft. Außerdem sieht auch jeder, der die Mannschaft in den Spielen beobachtet, dass die Jungs alles für den Erfolg geben“, sagt Wenzel.

Alleine dieser habe sich noch nicht eingestellt. Der kommenden Gegner heißt nun Wört und der hat am vergangenen Spieltag den SV Neresheim mit 2:0 besiegt.

„Alle Achtung. Wört hat sich bislang sehr gut präsentiert. Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen müssen, um gegen den Aufsteiger das erlösende Erfolgserlebnis zu feiern“, sagt Wenzel. Sollte es klappen, dann habe man wieder Tuchfühlung zum Mittelfeld. „Bislang sind die Ergebnisse in der Bezirksliga generell etwas schwer vorhersehbar. Irgendwie scheint in dieser Saison wieder absolut alles möglich zu sein“, sagt Wenzel. Für die Ellwanger ist diese Prognose wahrlich Fluch und Segen zugleich. Denn eine Garantie für baldigen Erfolg gibt sie nicht. Noch allerdings bewahrt man Ruhe an der Jagst und hofft darauf, dass der Knoten möglichst in der kommenden Partie schon platzt.

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