Waiblinger feiern neue Ortsdurchfahrt mit einem Dorffest

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 Mit einem richtigen kleinen Dorffest, Grußworten, dem Schnitt durchs rote Band und kirchlicher Segnung wurde die Sanierung der
Mit einem richtigen kleinen Dorffest, Grußworten, dem Schnitt durchs rote Band und kirchlicher Segnung wurde die Sanierung der Waiblinger Ortsdurchfahrt gefeiert. Unter anderem waren drei große Hefezöpfe gebacken wurden in den Buchstaben „ODW“ für „Ortsdurchfahrt Waiblingen“. (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Mit einem richtigen kleinen Dorffest haben die Waiblinger „ihre“ neue Ortsdurchfahrt gefeiert. Etliche Jahre sind ins Land gegangen, bis es an die Sanierung der Holperpiste gehen und an den Bau des Rad- und Gehweg gehen konnte. Deshalb sei der Samstag für die Waiblinger auch ein echter „Festtag“, hatte Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler inmitten vieler Bürger und Vertreter der Lokalpolitik gesagt.

Die Sanierung war immer wieder geschoben worden: Zum Einen, weil die Stadt nicht den notwendigen privaten Baugrund erwerben konnte, zum Anderen wegen des fehlenden Zuschusses des Landes. Rund 600 000 Euro kostete die Sanierung, vom Land gibt’s 102 500 Euro Zuschuss. Bis die Straße wieder für den Verkehr freigegeben wird, dauert es noch ein paar Tage.

Festzelt, Böllerschüsse und ein Psalm

Festzelt, Böllerschüsse, ein Psalm vom Laienvorsitzenden der Evangelischen Kirchengemeinde Fachsenfeld, Gottfried Steinmann, die Segnung der Straße durch Pfarrer Hans-Dieter Retzbach und der Musikverein, der „Ein halbes Jahrhundert“ anstimmte: So wurde gefeiert, nachdem die Waiblinger „lange warten mussten“, wie Thilo Rentschler erinnert hatte. Er hatte zurückgeblickt auf das zähe Ringen mit dem Land und auf die Grundstücksverhandlungen. Nun sei er froh, dass die Stadt auf eigenem Grund und Boden bauen konnte und aus der „Buckelpiste eine gescheite Straße“ geworden sei. Er dankte auch dem Fachsenfelder Ortschaftsrat für seine „Hartnäckigkeit“, mit der er auf die Sanierung drängte. Die umfasste nicht nur die grundlegende Belagssanierung und den Gehweg, sondern auch die Beleuchtung, einen neuen Kanal, ein Regenüberlaufbecken und das Verlegen von Glasfaserleitungen.

Der Kreis habe seinen Teil ja schon lange erledigt, verwies Landrat Klaus Pavel auf die Straßensanierung im Bereich der Scherrenmühle und zwischen der Kreisstraße 3325 und der Bundesstraße 19. Das war im Jahr 2011 (rund 1,3 Millionen Euro, 600 000 Euro Landeszuschuss). „Wir wollen im Ostalbkreis eine gute Verkehrsinfrastruktur“, betonte Pavel.

Fachsenfelds Ortsvorsteher Jürgen Opferkuch hatte Pavel darauf aufmerksam gemacht, dass noch ein kleines Stück bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt fehle. Der Landrat zeigte sich zuversichtlich – das werde man auch noch hinkriegen. Das Dorffest zeige, dass man in Waiblingen fest zusammenhalte – beim Feiern und auch beim „Schimpfen im Vorfeld“.

An die Plakataktion in Waiblingen hatte auch Opferkuch erinnert: Bei der Ortsdurchfahrt sei es gewesen wie bei einem Hund, dem am eine Wurst hinhält, sie ihm aber nicht zu fressen gibt. Dann habe der Hund gezwickt, aber eben leider „die Falschen“. Die erfolgreiche Sanierung habe viele Väter, besonders nannte er OB Rentschler, der die Idee zur „kleinen Lösung“ hatte. Für Rentschler gab es auch Lob vom Landtagsabgeordneten Winfried Mack. Rentschler habe alles getan, um den Zuschuss „loszueisen.“

Unter anderem waren drei große Hefezöpfe in den Buchstaben „ODW“ für „Ortsdurchfahrt Waiblingen“ gebacken worden. Die wurden durchgeschnitten und verteilt als Symbol dafür, dass nun ein „alter Zopf“ abgeschnitten werde. Ein weiteres Symbol hatte Oferkuch dabei: Den eingerahmten Zuschuss-Bescheid des Landes vom 7. Juni 2017.

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