Von 0 auf 3: Essinger wünschen „Superblitzer“

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Der Blitzer an der B 29 bei Westhausen spülte von März bis Ende 2017 rund 1,115 Millionen Euro in die Kreiskasse.
Der Blitzer an der B 29 bei Westhausen spülte von März bis Ende 2017 rund 1,115 Millionen Euro in die Kreiskasse. (Foto: mab)
Markus Lehmann

Momentan hat Essingen keinen Geschwindigkeitsmessanlage. Das soll sich ändern. Der Gemeinderat hat nun drei Anlagen beantragt, es handelt sich dabei um Laser-Geräte der neuesten Generation so wie der „Superblitzer“ an der B 29 bei Westhausen. In der Vergangenheit hatte das Gremium mehrfach über stationäre Anlagen beraten, im Zuge des Lärmaktionsplans und des Verkehrsentwicklungskonzepts. Sie sollen in der Hauptstraße den Verkehr aus Richtung Hohenroden/Lauterburg überwachen und jeweils eine in Lauterburg und eine in Forst an den Ortseingängen installiert werden.

Es gebe einen starken Wunsch der Anwohner nach Geschwindigkeitsmessanlagen, hatte Bürgermeister Wolfgang Hofer im Gemeinderat erklärt. Zurzeit steht in Essingen kein einziger „Blitzer“ – der in der Bahnhofstraße hatte wegen des neuen Kreisverkehrs keinen Sinn mehr gemacht und war abmontiert worden. Nach und nach will der Ostalbkreis 33 neue Blitzer mit Laser-Technik aufstellen, ab kommendem Jahr bis 2024 jährlich vier bis fünf.

Hofer hatte an die enorm gestiegenen Busgeld-Einnahmen des Landratsamts durch die neue „Geschwindigkeitsmessung 4.0“ in Westhausen erinnert – „diese Anlagen sind gefährlich.“ Letztendlich könne man „nur über den Geldbeutel an die Vernunft der Autofahrer appellieren“. Es ja zudem so, stellte Wilfried Gentner (SPD) klar: „Die Einnahmen bekommt der Ostalbkreis und nicht die Gemeinde.“ Es gehe um den Lärm und um die Verkehrssicherheit.

Die Verwaltung hatte noch Alternativstandorte in Lauterburg und Forst vorgeschlagen. Jürgen Richter (CDU) schlug vor, mit einem mobilen Blitzer den besten Standort für die neuen Anlagen zu finden. Die Errichtung eines Blitzers kostet knapp 30 000 Euro, deshalb wurden die entsprechenden Mittel vorsorglich in den Haushalt eingestellt. Die Kosten für die Kameras und den Unterhalt der Anlagen übernimmt der Landkreis.

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