Visco-Jagsttalcup in Jagstzell findet 2021 nicht statt

Packende Szenen wie im 2019er-Finale zwischen Borussia Mönchengladbach und der TSG 1899 Hoffenheim wird es 2021 in Jagstzell nic
Packende Szenen wie im 2019er-Finale zwischen Borussia Mönchengladbach und der TSG 1899 Hoffenheim wird es 2021 in Jagstzell nicht geben. Das Turnier wurde aufgrund der Coronakrise abgesagt. (Foto: SV Jagstzell)
Aalener Nachrichten

„Es tut uns sehr leid und es tut auch uns sehr weh, den Visco-Jagsttalcup bereits zum zweiten Mal absagen zu müssen. Als Veranstalter übernehmen wir aber auch die Verantwortung für die Gesundheit aller Teilnehmer, Begleitpersonen, Zuschauern und ehrenamtlichen Helfern, die wir aufgrund der derzeitigen Infektionsgefahr nicht gewährleisten können.“ Mit dem Statement von Josef Vaas, dem Vorsitzenden vom Fußballförderverein des SV Jagstzell, herrscht nun Klarheit, dass das Fußballturnier auch in diesem Jahr nicht stattfinden wird. Vaas weiter: „Es ist traurig, wir haben für die Planung des Turniers wieder richtig Gas gegeben und viel Zeit investiert, aber wir können nicht bis in den Mai hinein warten, wie sich die Pandemie entwickelt. Die Entscheidung, das Turnier abzusagen, wurde völlig losgelöst von Behördenentscheidungen und Hygienekonzepten getroffen, alle Beteiligten wissen nun frühzeitig Bescheid.“

Dabei konnte sich das Teilnehmerfeld wieder sehen lassen. „Wir hatten die Zusage vieler großer Traditionsclubs. Bereits im August 2020 waren alle Startplätze für das sonntägliche Turnier vergeben“, so der zweite Vorsitzende Reinhold Schlosser. Schlosser zählt die Namen der Clubs auf, die im Sommer sehr gerne auf die Ostalb gekommen wären: „Wir hatten die Zusage des ersten deutschen Meisters von 1903, dem 1. FC Lokomotive Leipzig, damals noch unter dem Namen VfB Leipzig erfolgreich unterwegs. Auch die Bundesliga-Altmeister vom 1. FC Nürnberg und vom 1. FC Kaiserslautern, die Junglilien vom SV Darmstadt 98, der FC Carl Zeiss Jena und die Schanzer vom FC Ingolstadt 04 hatten ihr Kommen frühzeitig angekündigt“, so Schlosser.

Mit dem SV Waldhof Mannheim, dem Karlsruher SC, dem 1. FC Heidenheim, den Würzburger und Stuttgarter Kickers ergänzten weitere namhafte Clubs das Turnier. Neben den beiden Qualifikanten und dem Gastgeber vom SV Jagstzell hätten die internationalen Teams vom FC St. Gallen 1879 aus der Schweiz sowie die österreichischen Zweitliganachwuchsteams vom SC Austria Lustenau und vom FC Dornbirn das elitäre Starterfeld abgerundet.

Sogar bei den Übernachtungsmöglichkeiten ging man – vorausschauend und der Pandemie geschuldet - neue Wege. Jedem Team mit weiter Anreise hätte man für die Übernachtung eine eigene Unterkunft anbieten können. Dafür vorgesehen waren verschiedene Vereinsheime und Sporthallen, die mit Feldbetten ausgestattet worden wären. Die Unterkunft von Spielern und Trainern bei Gasteltern und in Hotels wäre somit überflüssig geworden. „Von allen Vereinen, der Gemeinde und den Clubs bekamen wir für dieses Konzept grünes Licht. Die Planungen hierzu waren bereits abgeschlossen“, lässt Josef Vaas wissen.

Von der Absage betroffen sind auch die 20 regionalen Teams aus den Fußballbezirken Hohenlohe und Ostwürttemberg. Beide Turniere,die man am 26. Juni und 27. Juni 2021 durchführen wollte, wären zum ersten Mal durch einen samstäglichen Leistungsvergleich mit Spielen der NLZ-Teams erweitert worden. Mit der jetzigen Absage wurde alles wieder auf null gestellt. Sponsoren, Lieferanten, Behörden und die Mannschaften wurden bereits im März von der Absage informiert. Dabei zeigten die Clubs durchweg Verständnis für die Absage. Auch deren Situation ist in Pandemiezeiten nicht einfach, die meisten Teams konnten seit November 2020 nicht mehr trainieren. Den Gefühlszustand von Vaas und Schlosser kann dieser Umstand aber wenig trösten, denn auch die Sportanlagen in Jagstzell werden im Sommer verwaist bleiben.

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