Vielzahl von Corona-Infektionen führt zu teils erheblichen Ausfällen

Redakteur / Regio-Onliner Ostalb

Mittlerweile hat der Gesamtwert der Corona-Fälle im Ostalbkreis die 100.000er-Marke überschritten. Laut Landesgesundheitsamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie in der Region 103.994 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Dienstag sind 420 neue Fälle hinzugekommen. 

Zwar sind viele der einstigen Corona-Regeln zurückgenommen worden. In den Geschäften und Supermärkten herrscht beinahe wieder Normalität. Zumindest trägt die Mehrheit der Menschen beim Einkaufen keine Maske mehr. Doch wie die Zahlen zeigen, ist die Pandemie noch nicht vorbei. 

Das Infektionsgeschehen im Kreis ist weiterhin diffus, so Susanne Dietterle, Pressesprecherin der Kreisverwaltung. Hotspots seien keine bekannt. „Auch, wenn andere Themen Corona in den Hintergrund gedrängt haben, so ist Corona nicht vorbei.“ Dennoch habe sich beispielsweise auch die Situation in den Kliniken entspannt. 

Dietterle: „Stand heute sind vier Coronapatienten auf Intensiv und 31 auf den Isolierstationen. Allerdings handelt es sich in der Regel um Patienten, die primär aufgrund anderer Erkrankungen stationär sind – also mit und nicht wegen Corona.“ Zuletzt war der Ostalbkreis erneut trauriger Spitzenreiter bei den Todeszahlen. Kein weiterer Stadt- oder Landkreis in Baden-Württemberg hatte mehr. 

Bei den Todesfällen handle es sich um die sogenannten vulnerablen Gruppen. Dazu zählen vorerkrankte Menschen oder Personen höheren Alters. 566 Patienten sind seit Ausbruch der Pandemie mit oder an einer Infektion gestorben.

Zudem tue sich derzeit ein weiteres Problem auf. Zwar fiel die Sieben-Tage-Inzidenz zunächst auf einen Tiefstand von 692 Fällen pro 100.000 Einwohner. Diese wurde jedoch am Dienstag vom Landesgesundheitsamt auf 1085 korrigiert. Bei den Lockerungen am 3. April stand der Wert noch bei 1747 Fällen. 

Seit diesem Zeitpunkt sei weniger die Schwere der Erkrankungen als die Vielzahl zum Problem geworden, führt Dietterle weiter aus. Denn diese führten in Unternehmen, Verwaltungen und im Gesundheitsbereich beispielsweise zu teils erheblichen Ausfällen, die kompensiert werden müssten. 

Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 2595 Bürgerinnen und Bürger des Ostalbkreises mit dem Coronavirus angesteckt.

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