VfR: Kontrolliert offensiv zum rettenden Ufer

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 Zwei, die beim VfR Aalen am Sonntag im Fokus stehen: Sebastian Gehring (links, letztmalig als VfR-Stadionsprecher am Mikrophon)
Zwei, die beim VfR Aalen am Sonntag im Fokus stehen: Sebastian Gehring (links, letztmalig als VfR-Stadionsprecher am Mikrophon) und Cheftrainer Argirios Giannikis. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Das 2:2 im Abstiegsgipfel gegen Braunschweig bedeutet einen Punkt und zumindest nur noch drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. „Wir werden sehen, wie viel der Punkt am Ende wert sein wird“, sagt VfR-Trainer Argirios Giannikis deshalb. Dennoch weiß der Trainer der Aalener auch, dass gegen Energie Cottbus an diesem Sonntag (14 Uhr) eigentlich nur ein Sieg wirklich hilft. Dann nämlich hat der VfR weiter alle Möglichkeiten, um Weihnachten möglicherweise doch noch über dem Strich feiern zu können.

Es war nicht das beste Spiel, dennoch hätte Giannikis das Spiel gegen Braunschweig „gerne gewonnen“. Daraus machte der Aalener Coach auch auf der Pressekonferenz vor dem letzten Heimspiel in 2018 keinen Hehl. „Wir haben gut angefangen, aber wir haben eine ganz schlechte zweite Hälfte gespielt und die ärgert mich definitiv“, sagt Giannikis, findet aber auch: „Wir haben eine gute Moral gezeigt und hätten vielleicht auch noch den Siegtreffer nachschieben können.“ Doch es kam anders und so steht der VfR Aalen auf dem 19. Tabellenplatz (Meppen hat den VfR durch einen 3:0-Sieg über Fortuna Köln von Rang 18 verdrängt, d. Red.).

Traut und Sessa fraglich

„Klar ist, die Saison wird nicht am Sonntag entschieden. Wir können mit einem Heimsieg nahe an den Strich herankommen und in einer besonders günstigen Konstellation vielleicht sogar aus der Abstiegszone springen“, sagt Giannikis hoffnungsvoll. Der Gegner (15. Platz, 19 Punkte) an diesem Sonntag hat eigentlich gut in die Saison gefunden, hat dann aber zumindest in Sachen Ergebnissen stark nachgelassen. „Cottbus versucht aus der Kompaktheit schnell zu kontern. Da sind sie gefährlich und da müssen wir aufpassen, dass wir in keine Konter reinlaufen“, warnt der Aalener Trainer und fügt an: „Wir müssen gegen einen tiefstehenden Gegner Lösungen entwickeln.“ Damit steht auch fest, es wird keine bedingungslose Offensive geben: „Otto Rehhagel hat immer von einer kontrollierten Offensive gesprochen. Diese brauchen wir in unserem Spiel auch. Wir werden sicherlich nicht versuchen, die Cottbuser zu überrennen“, so Giannikis weiter. Sascha Traut (hat zwei Einblutungen am Muskelstrang, macht bislang nur „leichtes Lauftraining“) ist genauso fraglich wie auch Nicolas Sessa (die Verletzung aus dem Spiel gegen Braunschweig macht Probleme). „Er hat am Mittwoch das Training abgebrochen wegen einer Muskelverhärtung in der Oberschenkel-Rückseite“, sagt Giannikis. „Wir wollen in unser letztes Heimspiel in 2018 mutig reingehen, ähnlich wie auch gegen Osnabrück. Nur dann hoffentlich am Ende mit einem anderen Ergebnis. Dafür werden wir alles tun“, verspricht Giannikis.

Gehring letztmalig im Amt

Jedoch steuern die Aalener auf eine Saisonminuskulisse zu. „Wir haben noch genügend Tickets. Bislang sind 2200 Karten abgesetzt“, sagt Neu-Pressesprecherin Alexandra Seibold, die am Wochenende letztmalig bei einem Spiel auf ihren Vorgänger zählen kann. Sebastian Gehring wird - wie bereits bekannt - den VfR zur Mitte des Monats in Richtung Großaspach verlassen.

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