Vereinsfusion war der richtige und zukunftsweisende Weg

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 Die Verantwortlichen der Aalener Sportallianz konnten Margot Wagner, stellvertretende Turngauvorsitzende (Dritte von links), Pr
Die Verantwortlichen der Aalener Sportallianz konnten Margot Wagner, stellvertretende Turngauvorsitzende (Dritte von links), Professor Ansgar Thiel (Vierter von links), Ulrich Rossaro, Stadtverbandsvorsitzender (Vierter von rechts), Ortsvorsteherin Andrea Hatam (Dritte von rechts) und Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann (Zweiter von rechtes.) beim Neujahrsempfang begrüßen. (Foto: je)
Aalener Nachrichten

Zu ihrem ersten Neujahrsempfang hat die Aalener Sportallianz ins Sportzentrum im Spiesel geladen. Und viele waren gekommen. In seinem Rückblick betonte Thomas Meyer, Vorsitzender Kommunikation, dass die Fusion der drei Gründervereine ein hartes Stück Arbeit gewesen sei, aber auch ein großer Zugewinn für die Mitglieder. Ehrenamt und Hauptamt fügten sich gut zusammen, für eine positive Zukunft des Vereins.

Der erste Vorsitzende Dietmar King zeigte die vielfältigen Angebote des Vereins auf. „Von den Kleinkindern bis zum Seniorensport können wir jedem etwas bieten, sei es Wettkampfsport mit 21 Sportarten, Freizeit-, Fitness- oder Reha-Sport“, sagte er. Hier ergänzten sich die vielen ehrenamtlichen mit den hauptamtlichen Übungsleitern hervorragend. Dass das der richtige Weg sei, zeige die Mitgliederzahl: sie sei bereits im ersten Jahr gestiegen. „Der Sportverein ist eine wichtige Instanz in der Gesellschaft, und dem stellen wir uns mit allen ihren Veränderungen“, ergänzte er. Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann lobte den Mut und die Entschlossenheit der Verantwortlichen, diesen Verein zu schaffen. Das sei der richtige und zukunftsweisende Weg gewesen. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Sie stünde weiter zur Unterstützung bereit, beispielsweise bei den anstehenden Projekten Sportkindergarten und SVZ.

Der Referent Professor Ansgar Thiel, Direktor des Sportwissenschaftlichen Instituts der Eberhard-Karl-Universität Tübingen, stellte die sich verändernde Gesellschaft, besonders im Kinder- und Jugendalter, und die sich verändernden Voraussetzungen für Vereine in den Mittelpunkt seines launigen und lockeren Vortrags. Die Gesellschaft würde zunehmend individualisiert und mediatisiert. Und das auch, weil Eltern für ihre Kinder zunehmend den individuell besten Erfolg im Bereich Bildung wollten und diese zunehmend kontrollierten.

„Helikopter-Eltern“ würden selbst bei kleineren Kindern freies Spielen mit anderen zunehmend behindern, um alles unter Kontrolle zu haben. Werte wie Respekt, Höflichkeit, Teamwork, Empathie und Frustrationskultur würden immer unwichtiger, mit den bekannten alltäglichen Folgen. Digitale Kommunikation ersetze die persönliche Unterhaltung, Sogenannte Youtube-Stars vermittelten das Gefühl, dass man auch ohne viel Aufwand und langes Training Erfolg haben kann. Vereine und ihre Zwänge sind nicht „cool“. Thiels Resümee: „Vereine müssen mit offenen Augen Veränderungen beobachten und ihr Angebot anpassen.

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