Verein Hilfe für syrische Flüchtlinge löst sich auf

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 Mehr als 436 000 Euro hat der Aalener Verein Hilfe für syrische Flüchtlinge in Antakya gesammelt. Mit dem Geld entstand in der
Mehr als 436 000 Euro hat der Aalener Verein Hilfe für syrische Flüchtlinge in Antakya gesammelt. Mit dem Geld entstand in der türkischen Partnerstadt eine Schule und ein Sportplatz. (Foto: Archiv: Thorsten Vaas)
Leiter der Redaktionen Aalen und Ellwangen

„Als die Fassbombe explodiert, sitzt Baraa al-Agrac im Garten unter einem Feigenbaum. 500 Meter entfernt schlägt die Bombe auf der Erde auf, die Druckwelle ist so stark, dass die Scheiben im Haus nebenan zerbersten. Der 13-Jährige, seine sechs Geschwister und die Eltern schnappen Decken, Kissen, Kleidung und fliehen vor dem Tod. Wenn die Luftangriffe losgingen, musste es schnell gehen. Noch elf dieser Bomben voller Schrapnellen, Nägeln und Benzin werfen die Flieger an diesem Tag im Januar 2013 über der syrischen Stadt Hama ab. Wen sie damit treffen wollen – wer weiß das schon. Fassbomben töten willkürlich.“

So beginnt die Geschichte von Baraa al-Agrac und seinem Bruder Abdul-Rahman, die auf die Schule für syrische Flüchtlinge gegangen sind, die die Stadt Aalen gebaut hat. Abdul-Rahman und seine Mitschüler haben dort im Zeichenunterricht Bilder gemalt, die die Schrecken des Krieges dokumentieren. Die Geschichte hinter den Bildern ist im Buch „Kriegskinder“ zusammengefasst. Herausgegeben wurde die Dokumentation von der Stadt Aalen in Zusammenarbeit mit den „Aalener Nachrichten“. Erhältlich ist das Buch in der Aalener Tourist-Info sowie in der Geschäftsstelle der „Aalener Nachrichten“ (Marktplatz 15).

Mehr als 436 000 Euro haben die Aalener für syrische Flüchtlingskinder in der türkischen Partnerstadt Antakya / Hatay gesammelt.

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„Als die Fassbombe explodiert, sitzt Baraa al-Agrac im Garten unter einem Feigenbaum. 500 Meter entfernt schlägt die Bombe auf der Erde auf, die Druckwelle ist so stark, dass die Scheiben im Haus nebenan zerbersten. Der 13-Jährige, seine sechs Geschwister und die Eltern schnappen Decken, Kissen, Kleidung und fliehen vor dem Tod. Wenn die Luftangriffe losgingen, musste es schnell gehen. Noch elf dieser Bomben voller Schrapnellen, Nägeln und Benzin werfen die Flieger an diesem Tag im Januar 2013 über der syrischen Stadt Hama ab. Wen sie damit treffen wollen – wer weiß das schon. Fassbomben töten willkürlich.“

So beginnt die Geschichte von Baraa al-Agrac und seinem Bruder Abdul-Rahman, die auf die Schule für syrische Flüchtlinge gegangen sind, die die Stadt Aalen gebaut hat. Abdul-Rahman und seine Mitschüler haben dort im Zeichenunterricht Bilder gemalt, die die Schrecken des Krieges dokumentieren. Die Geschichte hinter den Bildern ist im Buch „Kriegskinder“ zusammengefasst. Herausgegeben wurde die Dokumentation von der Stadt Aalen in Zusammenarbeit mit den „Aalener Nachrichten“. Erhältlich ist das Buch in der Aalener Tourist-Info sowie in der Geschäftsstelle der „Aalener Nachrichten“ (Marktplatz 15).

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