„Unzensiert“: Aidshilfe rügt Tofa-Chef erneut

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 Auch wenn die „Unzensiert“-Party in der Aalener Tonfabrik in „entschärfter“ Form über die Bühne gegangen ist, die Aidshilfe Sch
Auch wenn die „Unzensiert“-Party in der Aalener Tonfabrik in „entschärfter“ Form über die Bühne gegangen ist, die Aidshilfe Schwäbisch Gmünd lässt die Erklärungen des Diskothekenbesitzers so nicht durchgehen. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Aalener Nachrichten

Auch wenn die äußerst umstrittene „Unzensiert“-Party am Samstagabend in der Aalener Tonfabrik (Tofa) in deutlich abgespeckter Form über die Bühne gegangen ist – die Aidshilfe Schwäbisch Gmünd will auch das so nicht durchgehen lassen. Ihr Vorsitzender Joschi Moser schreibt jetzt in einem Brief an den Geschäftsführer der Tonfabrik, Alexander Rupp, dieser habe aus dem ganzen Skandal, den er mit einer unsäglichen Aktion verursacht habe, anscheinend wenig gelernt haben.

Solche Veranstaltungen seien nämlich, auch wenn sie nach Ankündigung aufgfrund der Reaktionen wieder entschärft werden, alleine wegen ihrer ursprünglichen Planung immer noch skandalös, insbesondere dann, wenn keine ernsthaften Lehren gezogen würden. Und das sei offenbar tatsächlich nicht der Fall.

Auch das übrig gebliebene Spiel, demzufolge eine Frau nur mit einem andersgeschlechtlichen Menschen einen Gutschein einlösen kann, zeige, „dass die Qualität Ihres Frauenbildes durchaus noch einiges an Luft nach oben lässt“, so Moser. Dieses Bild verstärke sich noch dadurch, dass Rupp das Wohlergehen insbesondere der weiblichen Gäste im Blick haben, wie er mitteile. In Zeiten der Gleichberechtigung dürfe man aber erwarten, dass es da kein „insbesondere“ gebe, sondern der Wunsch nach Wohlergehen und Sicherheit für alle gelte.

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