Unruhige Silvesternacht für die Rettungskräfte

Lesedauer: 3 Min
Unruhige Silvesternacht für die Rettungskräfte im Ostalbkreis.
Unruhige Silvesternacht für die Rettungskräfte im Ostalbkreis. (Foto: Archiv/dpa)

Eine solch unruhige Silvesternacht haben Feuerwehren, Rettungsdienste und die Polizei im Ostalbkreis schon lange nicht mehr erlebt. Ab Mitternacht jagte ein Einsatz den anderen. Es kam zu zahlreichen Bränden.

Viele der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute und auch Mitglieder der Schnellen Einsatzgruppe des DRK (SEG) fanden in der Neujahrsnacht wohl nur wenig Schlaf. Ab Mitternacht war im Raum Gmünd buchstäblich der Teufel los. Die Ursache: Überwiegend unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern. Schon kurz nach dem Jahreswechsel gingen die ersten Alarmrufe ein. Mehrere Hecken und Altkleidercontainer brannten in Bettringen, Herlikofen und in Lorch.

An der Weißensteiner Straße musste ein Balkonbrand gelöscht werden. Dorthin hatte sich vermutlich eine Silvesterrakete verirrt, so die Einsatzkräfte.

Bewohner retten sich an Fenster und auf Balkone

Gegen 1.30 Uhr wurde es dramatisch: Nahezu gleichzeitig bekämpften mehrere Abteilungen der Gmünder Feuerwehr einen Kellerbrand in der Eutighofer Straße sowie einen Lagerhallenbrand in Wetzgau. Im betroffenen Mehrfamilienhaus an der Eutighofer Straße in der Weststadt hatte der Kellerbrand das Treppenhaus in dichten Qualm gehüllt, so dass die Feuerwehr mit Hilfe ihrer Drehleitern zehn Bewohner retten musste, die sich an Fenster und auf Balkone geflüchtet hatten. Mit Atemschutzgeräten drangen die Feuerwehrleute in das Untergeschoss vor. Als vermutlichen Brandherd fanden sie Reste von Feuerwerkskörpern. Verletzt wurde niemand. Der Schaden konnte auf wenige tausend Euro begrenzt werden.

Auch die Feuerwehr Wetzgau konnte den Brandherd in einer Lager- und Fahrzeughalle im Gewerbegebiet Spagen rasch lokalisieren und das Gebäude eines Gebrauchtwagenhandels mittels Hochdrucklüftern von dicken Rauchwolken befreien. Feuerwerkskörper werden bislang als Brandursache vermutet.

In Gmünd und Wetzgau waren die Abteilungen Innenstadt, Rehnenhof-Wetzgau, Herlikofen, Straßdorf, Bettringen, Lindach und Großdeinbach sowie die SEG im Dauereinsatz. Stundenlang jagten die Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal durch die Silvesternacht. Zeitgleich kam es in Bartholomä zu einem Scheunenbrand. Auch die Lorcher Feuerwehr war im Einsatz.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen