Sie „managen“ den Umsonstladen (von links): Maria Kieninger, Roohi Tunda-Katruff und Barbara Bubenheimer.
Sie „managen“ den Umsonstladen (von links): Maria Kieninger, Roohi Tunda-Katruff und Barbara Bubenheimer. (Foto: Katholisches Dekanat Ostalb)

Ab Mai 2018 gibt es neue Öffnungszeiten. Immer freitags von 15.30 bis 18.30 Uhr ist der Umsonstladen geöffnet. Waren werden jeden ersten Samstag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr angenommen.

Im Umsonstladen „Unbezahlbar“ Wasseralfingen gibt es nicht nur unbezahlbare Waren. Soziale Kontakte, gute Gespräche und ehrenamtliches Engagement treffen aufeinander. Dies alles ist einfach unbezahlbar. Und das nicht nur für Bedürftige.

„Brauchen sie eine Tüte?“ Maria Kieninger, Mitarbeiterin im Umsonstladen „Unbezahlbar“ lächelt dem jungen Mann freundlich zu. Dieser nickt und Maria Kieninger greift hinter sich. Dort liegt ein Stapel gebrauchter Tüten bereit. Der junge Mann hat sich ein Pingpong-Spiel, einen Schirm, Bettlaken und ein Fotoalbum herausgesucht, dessen Seiten wohl bald mit seinen Bildern bestückt sein werden. Maria Kieninger packt alles in die Tüte und der junge Mann lacht ihr zu. „Danke“, sagt er murmelnd und verlässt den Laden.

In der Urbanstraße 15 in Wasseralfingen, ein paar Schritte unterhalb der Stephanuskirche, hat an diesem Freitag der Umsonstladen wie immer nachmittags geöffnet. Gemeinsam mit Maria Kieninger ist Roohi Tunda-Katruff und Barbara Bubenheimer, die „Managerin“ des Ladens, vor Ort. „Wir haben bereits die letzten Tage alles schön in die Regale sortiert“, erzählt Barbara Bubenheimer. Gläser stehen bei den Glaswaren, Toaster bei den Elektrogeräten, Taschen, Schmuck und Deko-Material finden sich säuberlich aufgereiht. „Man muss die Waren schon auch schön präsentieren“, ist Barbara Bubenheimer überzeugt, „dann nehmen es die Leute lieber mit“.

Seit einem dreiviertel Jahr ist der Umsonstladen in der Trägerschaft der katholischen Stephanus-Gemeinde am Start und betreibt ein einmaliges Konzept. Waren können dort, sofern sie sauber und funktionstüchtig sind, abgegeben werden, um bei anderen Menschen noch einmal genutzt zu werden. „Das Konzept“, so beschreibt Barbara Bubenheimer, „dient der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung“. Das sei das Tolle daran.

Kontakte finden und ein bisschen reden

Eine ältere Frau betritt mit ihrem Rollator den Umsonstladen. Sie bringt den Mitarbeiter/innen ein paar süße Stückle mit und streift dann mit ihrem Blick durch die Regale. „Sie kommt fast jede Woche“, weiß Roohi Tunda-Katruff. Hier Kontakte zu finden und einfach mal ein bisschen zu reden, das scheint ihr fast wichtiger, als die Waren, die sie später mitnehmen wird. Hinter ihr sind zwei Teenager-Mädchen, die eine Box zum Basteln suchen. Barbara Bubenheimer ist bei der Suche behilflich und dann zeigt sie ihnen noch die Kiste, in der alte Handys gesammelt werden. „Die kommen Missio zugute und werden fachgerecht recycelt“, erklärt Barbara Bubenheimer den Mädchen.

Maria Kieninger, Roohi Tunda-Katruff und Barbara Bubenheimer sind an diesem Freitag die erste „Schicht“. Später werden sie von zwei weiteren von insgesamt 23 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen abgelöst. Ab Mai werden die Öffnungszeiten angepasst und der Umsonstladen ist immer freitags von 15.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Und zwar für alle, betont Bubenheimer, nicht nur für Bedürftige. Dann werden Ordner, Glasschüssel, Tortenplatte und Co. vielleicht einen neuen Besitzer finden.

Ab Mai 2018 gibt es neue Öffnungszeiten. Immer freitags von 15.30 bis 18.30 Uhr ist der Umsonstladen geöffnet. Waren werden jeden ersten Samstag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr angenommen.

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