U19-Spitzenspiel: VfR Jugend muss gegen Ulm ran

Lesedauer: 7 Min
 Die U-19 will, wie gegen Sandhausen, auch gegen den SSV Ulm 1846 Fußball siegreich bleiben.
Die U-19 will, wie gegen Sandhausen, auch gegen den SSV Ulm 1846 Fußball siegreich bleiben. (Foto: Schlipf)
crossmedia Volontär

Eberhard hat der U 19 des VfR Aalen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aufgrund des Sturmtiefs, dass vergangenen Sonntag über Baden-Württemberg fegte, wurde das Spiel gegen den FV Löchgau nach sieben Minuten abgebrochen. Beim Stand von 1:0 für Aalen. Das Spiel wird wiederholt werden. Ärgerlich für Cheftrainer Michael Hoskins und seine Jungs, denn mit einem Dreier im Gepäck, hätte man bei einem weiteren Sieg am Sonntag die Tabellenführung in der A-Jugend Oberliga übernehmen können. Dann geht es nämlich gegen den aktuellen Spitzenreiter, den SSV Ulm 1846 Fußball.

Ein Problem sieht Hoskins in der durch den Sturm hervorgerufenen Ausgangslage aber nicht. „Das ist kein großer Nachteil. Uns fehlen jetzt einfach 83 Minuten, die Ulm mehr gespielt hat. Aber gegen den Tabellenführer sind wir sowieso extra motiviert.“ Sollten die A-Junioren das Spiel am Sonntag gewinnen, sind sie in mehr als aussichtsreicher Position für die Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bundesliga.

Der Top-Torjäger kehrt aus dem Lazarett zurück.

Gute Nachrichten für das Duell gegen Ulm, dass im Hinspiel mit 0:1 verloren ging, gibt es aus dem Lazarett. Mittelfeldspieler Noah Krieger und Top-Torjäger Hassan Alaa Aldeen sind nach ihren Verletzungen wieder da und konnten die Woche schmerzfrei mittrainieren. „Die drängen natürlich auch zurück in die Mannschaft“, sagt Hoskins betont aber, dass die endgültige Entscheidung über die Aufstellung erst am Freitag falle. „Da steht noch Nichts fest.“

Generell freut er sich einfach über den großen Konkurrenzkampf, der im Team um die Startplätze herrscht. Nur wer immer sein Bestes gibt, steht, laut Hoskins, am Spieltag für den VfR auf dem Platz.

„Sobald der Ansatz von Zufriedenheit da ist, bleibt man stehen oder geht zurück. Das ist der größte Feind für die Talententwicklung“, erklärt der Coach die ehrgeizige Marschrichtung. Erfolgreich entwickelt hat sich auch die Jugend des SSV. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der Saison 2010/11 hat sie sich Jahr für Jahr kontinuierlich verbessert und zurück an die Spitze der Oberliga gekämpft. Zudem haben sie sehr gute Einzelspieler.

Da wäre zum Beispiel Valentin Hafner, der mit zehn Treffern der Zweitplatzierte der Torjägerliste ist. Laut Hoskins kann Hafner aber nicht nur Tore schießen. „Auf ihn müssen wir achten, weil er auch viel arbeitet und vorbereitet.“ Insgesamt warnt Hoskins vor dem Ulmer Mittelfeld, dass seiner Meinung nach jederzeit in der Lage ist ihre zwei Sturmspitzen einzusetzen. Ob die Ulmer aber überhaupt mit zwei Spitzen auflaufen werden ist laut deren Trainer Fabian Hummel noch gar nicht klar. „Im Hinspiel haben wir auch nur mit einem Mann im Sturm gespielt.“

Ein Mann mehr im Mittelfeld als Anspielstation könnte eine Möglichkeit sein, dem hohen und aggressiven Pressing der Aalener zu begegnen. Das hat auch Hummel als deren Stärke ausgemacht. „Die ganze Mannschaft ist sehr robust und schon im Hinspiel hat uns das Probleme bereitet.“ Allzu sehr auf den Gegner schauen werden die Aalener, laut Hoskins nicht. „Wir werden definitiv nicht unsere Philosophie umstellen, weil wir gegen Ulm spielen. Das wir die Taktik anpassen ist klar.“ Nur wie genau, da lässt sich Hoskins nicht in die Karten gucken.

Kein Problem sich klar auszudrücken, hat Hoskins wenn es um die Frage geht, ob der Aufstieg offiziell das Ziel ist. „Mit fünf Punkten Rückstand so eine Zielsetzung groß rauszuhauen, ist vielleicht blöd, aber wahr ist auch, dass es mir doch keiner glaubt, wenn wir sagen, dass wir das nicht wollen. Die Jungs sind heiß auf den Aufstieg.“ Das Duell mit dem SSV am Sonntag wird, bei neun noch ausstehenden Spielen, natürlich keine endgültige Entscheidung über die Meisterschaft sein aber richtungsweisend ist es schon, denn „Wenn wir gegen Ulm gewinnen, haben wir es in der eigenen Hand, das macht ja den großen Reiz dieses Spiels aus“, erklärt Hoskins.

Hoskins sieht noch mehr Konkurrenz als nur den SSV

Er denkt aber auch gleich weiter und verweist auf die insgesamt starke Liga. „Der SGV Freiberg hat für mich den besten Kader und auch Astoria Walldorf ist ein klasse Mannschaft.“ Der Ulmer Trainer sieht das etwas anders und hat die Aalener als einzigen Konkurrenten ausgemacht. „Die Freiberger haben schon einen gehörigen Abstand. Außerdem haben sich die Walldorfer, nachdem was ich gehört habe, auch von dem Thema Aufstieg verabschiedet und einige Spieler in die U 23 raufgezogen.“ Gegen die Walldorfer muss der VfR am letzten Spieltag ran. Spätestens dann wird die Entscheidung über den Aufstieg in die Bundesliga fallen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen