TSV empfängt „rätselhaften“ Gegner

Der TSV Essingen ist am Samstag gefordert.
Der TSV Essingen ist am Samstag gefordert. (Foto: Thomas Siedler)
Aalener Nachrichten

Den Schwung, den man sich durch die jüngsten Siege im Pokal (3:0-Erfolg beim FSV Hollenbach) und in der Liga (3:1-Erfolg bei der TSG Tübingen) aufgebaut hat, wolle man mitnehmen, sagt Trainer Stephan Baierl. Sein TSV Essingen tritt in der Fußball-Verbandsliga daheim gegen den TSV Berg an, über den sich der Übungsleiter genauestens informiert hat – und vor dem er eindringlich warnt.

Die Berger haben einen Spieler in ihren Reihen, der gar mal in der Champions-League-Qualifikation mitgewirkt hat. Sabrin Sburlea stand einst bei Rapid Bukarest unter Vertrag und möchte nun seine Tore in der Verbandsliga erzielen. Kapitän Moritz Fäßler ist jüngst vom „Aktuellen Sportstudio“ eingeladen worden in der Kategorie „Tor des Monats“. Von der Mittellinie aus netzte er gegen Wangen ein. „Das ist eine Mannschaft mit einer großen Breite, mit qualitativ unglaublich guten Spielern, die fast alle schon höherklassig unterwegs gewesen sind. Gegen diese Mannschaft habe ich mit Ulm schon häufiger gespielt, da sich Trainer Oliver Ofentausek und Ulms ehemaliger Trainer Holger Bachthaler gut kennen“, zeigt sich Baierl bestens vorbereitet auf den Gegner. Die Berger befinden sich aber mit dieser Qualität nicht etwa an der Spitze der Tabelle, sondern im grauen Mittelfeld. „Die Ergebnisse sind für mich absolut rätselhaft, allerdings muss ich sie auch nicht erklären, das müssen die Berger selbst machen. Mit dieser Qualität müssten die eigentlich ganz oben stehen“, so Baierl achselzuckend. Jüngst gab es ein 1:3 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen, Berg rangiert damit auf dem elften Tabellenplatz mit einer Bilanz von vier Siegen, vier Remisen und vier Niederlagen. Jüngst angelte sich Berg noch aus Österreich Volkan Akyildiz, warnt Baierl dennoch vor dem enormen Potenzial des kommenden Gastes. Personell so gut wie noch beim 3:1-Erfolg in Tübingen sieht es aktuell nicht aus. Lukas Rösch und Dominik Kowalski konnten unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren, beide Personalien sind mit einem großen Fragezeichen versehen. Ebenfalls fraglich ist der Spanier Cristian Gilés Sanchez, der sich eine leichte Zerrung im hinteren Oberschenkel zugezogen hat. Bei ihm bestehen noch leise Hoffnungen auf einen Einsatz sagt Baierl, der aber keineswegs nach Ausreden sucht – im Gegenteil: „In unserem jüngsten Heimspiel haben wir unsere Zuschauer beim 0:3 gegen Ehingen nicht gerade verwöhnt. Da haben wir auf jeden Fall noch etwas gutzumachen und das verlange ich auch von meiner Mannschaft.“ Dafür müsse sein Team jedoch das Gesicht der zweiten Halbzeit in der Partie gegen Tübingen zeigen, während der ersten habe ihm noch die Einstellung bei seinen Akteuren gefehlt, monierte der 45-Jährige. Die Spieler werden ihn verstanden haben.

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