Ärger wegen Platzsanierung: TSG wehrt sich gegen jüngste Angriffe

Aalener Nachrichten

Nachdem die beiden Sportstadtverbände Aalen und Wasseralfingen jüngst gerügt haben, dass die Stadt Aalen auf Gemeinderatsbeschluss hin die Sanierung des von Maulwürfen befallenen Rasenspielfelds der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach vollständig bezahlt, sieht sich die TSG nun ihrerseits „heftigen, fortwährenden und offenbar nicht endenden Angriffen ausgesetzt“.

So jedenfalls steht es in einer Presseerklärung, welche die TSG am Freitag herausgegeben hat. Sie verstehe die aktuelle Neiddiskussion um die einmalige Zuwendung in einer unverschuldeten Notsituation nicht, heißt es darin. Die TSG werde ihre Mitgliedschaft im Stadtverband der sporttreibenden Vereine Aalen so lange ruhen lassen, bis man wieder zu einem sachlichen Dialog zurückkehre.

In der von den beiden Pressesprechern der TSG, Kai Eder und Patrick Schlipf, unterzeichneten Erklärung, heißt es, die Anlage der TSG stehe ausschließlich im Vereinseigentum oder unter Erbpacht. Städtische Fußballplätze gebe es in Hofherrnweiler-Unterrombach nicht.

Weiterhin werde der TSG trotz jahrelanger Bemühungen keine Möglichkeit eingeräumt, städtische Plätze zu nutzen. Gerade in Wasseralfingen, wo sich der Stadtverband für Sport und Kultur besonders deutlich gegen die der TSG zugute kommende Förderung positioniert habe, befänden sich gleich mehrere städtische Fußballplätze. Auch ein städtischer Kunstrasenplatz stehe dort zur Verfügung.

Die TSG weist darauf hin, dass sie der mit deutlichem Abstand größte Verein mit Fußballsport in Aalen sei und über 550 Fußballern in 19 Mannschaften, davon 370 Kindern und Jugendlichen, eine sportliche Heimat biete. Mangels ausreichender Platzkapazitäten müssten aber Jugendmannschaften nach Lauterburg ausquartiert werden, was einen erheblichen Organisations- und in der Folge auch Kostenaufwand zur Folge habe.

Dass sich der Stadtverband für Sport in Aalen ohne erfolgte persönliche Gespräche gegen die TSG positioniert, ist nicht nachvollziehbar.

Stellungnahme TSG

Eine solche Problemstellung bestehe anderswo nicht. Erschwerend komme hinzu, dass neben dem „Maulwurfsplatz“ auch das zweite Rasenspielfeld der TSG nur eingeschränkt nutzbar sei und saniert werden müsse, was bereits seit geraumer Zeit in Planung sei.

Die TSG habe, so heißt es in der Erklärung weiter, in der Folge nur das getan, was die Mitglieder von ihrem Verein erwarten könnten, nämlich einen Antrag zu stellen und diesen plausibel zu begründen. Dass jetzt der TSG die Wahrnehmung ihrer Aufgaben verübelt werde und es sogar zu Anfeindungen komme, sei weder verständlich noch berechtigt.

„Dass sich der Stadtverband für Sport in Aalen ohne erfolgte persönliche Gespräche gegen die TSG positioniert, ist nicht nachvollziehbar. Insbesondere verwehren wir uns gegen Formulierungen wie ,Vorteilnahme einzelner Akteure’, welche die Arbeit und den Einsatz der Gremien der TSG nicht nur in ein falsches Licht rücken, sondern gänzlich inakzeptabel sind“, heißt es weiter.

Die TSG selbst habe sich niemals negativ geäußert, als anderen Vereinen städtische Plätze zur Verfügung gestellt worden seien. Unverständlich sei auch die Tatsache, dass noch zu keinem Zeitpunkt der Dialog mit der TSG gesucht worden sei, um die derzeitige Situation und die Argumentationen im Detail zu erfahren. Vielmehr werde stets der Weg über die Öffentlichkeit gewählt.

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