Die Sportfreunde wollen nach der Derby-Niederlage gegen Gmünd nun gegen Essingen die Wiedergutmachung.
Die Sportfreunde wollen nach der Derby-Niederlage gegen Gmünd nun gegen Essingen die Wiedergutmachung. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Als Beobachter des Fußballs sieht man manchmal Dinge, die surreal erscheinen. So erging es dem ein oder anderen Fan am späten Mittwochabend. So erging es auch Helmut Dietterle. „Das war kaum glaubhaft!“ Real Madrid bekam in der siebten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter, den sich der Weltfußballer nicht entgehen ließ und ihn zum 1:3 ins Netz knallte „wie man es machen muss, mit Aggressivität und Energie“, befand Dietterle. Real war weiter in der Champions League. Spähren, von denen sie auf dem Härtsfeld weit entfernt sind. Ein Sieg der Sportfreunde Dorfmerkingen, Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga, ist am Samstag um 15.30 Uhr beim TSV Essingen eher glaubhaft - wenn die Trotzreaktion des TSV Essingen im Derby nicht so ausfällt, wie Dietterle erwartet.

Denn Dietterle weiß, dass diese kommen wird: „Das ist sicher.“ Der TSVE geht mit einem 0:8 im Rücken beim FC Wangen in die Partie. Die Niederlage sitzt in Essingen tief.

„Das Schöne an dieser Pleite in Wangen ist doch, dass wir nur eine Woche später bereits die Möglichkeit haben, diese wieder wettzumachen. Doch selbst, wenn wir gewinnen sollten, bleibt ein solches Ergebnis immer an einem haften, schließlich steht sie nun in jeder Statistik“, erklärt TSV-Trainer Dennis Hillebrand.

In Essingen gab es natürlich eine Aussprache, und so soll eine Trotzreaktion, wie von Dietterle geahnt, folgen. „Die, die dort auf dem Platz stehen, werden alles geben, denn mit 95 Prozent kommen wir in dieser Liga nicht weiter“, so Hillebrand. Das könnte gegen die Dorfmerkinger in der Tat nicht reichen, wenngleich auch das Dietterle-Team in der Rückrunde noch längst nicht bei 100 Prozent ist. „Das wissen wir“, unterstreicht der erfahrene Coach.

Dietterle ist gespannt

So kassierte auch die SFD zuletzt eine empfindliche Niederlage, ausgerechnet im Heim-Derby gegen den 1. FC Normannia Gmünd (0:3).

„Da ist einiges zusammengekommen.“ Darüber wurde freilich auch gesprochen auf dem Härtsfeld, doch Dietterle und seine Auswahl haben „den Blick schnell nach vorne gerichtet.“ Der Trainerfuchs, der schon viel erlebt hat, ist auch gespannt, wie die gebeutelten Konkurrenten reagieren. „Das wird ein interessantes Spiel: Wie kommen beide Mannschaften mit der Situation zurecht?“, fragt sich Dietterle.

Für die Essinger gebe es „nichts besseres als eine Derby“. Im Ostalb-Derby können sie zeigen: Wir haben es drauf. Der TSV habe „Qualität und Quantität“, 0:8 hin oder her. Dietterles Mannschaft hat auch genügend Qualität - auch wenn die personellen Probleme längst noch nicht ad acta gelegt sind und hinter den Sportfreunden eine bisher durchwachsene Rückrunde liegt. Die Hoffnung für den Trainer bestehen immerhin, dass Carl Murphy und Daniel Nietzer in den Kader zurückkehren. Derzeit habe Dorfmerkingen „einige Jungs dabei, die keinen Erfahrung auf dem Niveau haben“.

Spielerisch sieht es bei den Härtsfeldern derzeit nicht gut aus. Doch im Derby kommt es auf die Einstellung an. Und passieren kann auch immer etwas, in dieser verrückten Welt des Fußballs.

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