Trotz Regen eitel Sonnenschein

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Wenn es regnet, dann geht es in die Halle: Die Trixies vom TV Hochdorf waren im Berufschulzentrum am Start.
Wenn es regnet, dann geht es in die Halle: Die Trixies vom TV Hochdorf waren im Berufschulzentrum am Start. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

„Wir sind die Hauptstadt des Turnens“, sagt Aalens Bürgermeister Wolfgang Steidle nicht ohne eine Portion Stolz. Für drei Tage mit rund 5000 teilnehmenden Kindern trifft diese Aussage wohl mehr als zu. Dass das Landeskinderturnfest in Aalen ein voller Erfolg war, da wird sich aber definitiv keine andere Meinung finden lassen.

Um 10 Uhr im Aalener Rathaus gab es nur zufriedene Gesichter. Beim Abschlusspressegespräch am Sonntag zogen die Verantwortlichen nämlich allesamt ein positives Fazit. „Selbst der Landregen, der über Aalen am Samstag hereinbrach, tat der Stimmung keinen Abbruch“, sagt Bürgermeister Wolfgang Steidle.

Auch, wenn man den einen oder anderen Außenturnplatz in der Innenstadt „aus Sicherheitsgründen“ schließen musste, „gab es nie jemanden der schlecht drauf war“, bestätigt René Mall vom Schwäbischen Turnerbund. Auch auf Seiten der Rettungsdienste mit dem Gespann aus Maltesern und dem Deutschen Roten Kreuz, gab es keine „nicht vorher eingeplanten Zwischenfälle“.

Rettungskräfte zufrieden

„Wir hatten bis Samstag 22.30 Uhr 90 Versorgungsaufträge von denen drei eine klinische Versorgung nach sich zogen. Allerdings blieb es bei Stauchungen, Prellungen oder eben leichten Sportverletzungen“, sagt Bernd Schiele von den Maltesern. Besonders beliebt bei den 5000 Kindern war die Turni- und Tobe-Halle, die der MTV Aalen betreute. „Diese wurde sehr gut angenommen, da sie zentral war und das Wetter hat natürlich auch geholfen“, sagt Karlheinz Rössler vom Turngau Ostwürttemberg. Beim Landeskinderturnfest in Ravensburg war das noch nicht so. „Man muss einfach in Heilbronn, nächster Ausrichter des Landeskinderturnfests, schauen, dass man dieses Angebot auch wieder zentral einplant“, so Rössler weiter. Generell habe man in Aalen allerdings überhaupt überall, „sehr kurze Wege gehabt“. „Das Konzept ist komplett aufgegangen“, sagt Mall. Viel Lob gab es auch für die Helfer, die auf die stolze Zahl von 750 über das Wochenende angewachsen sind.

„Sie waren allesamt sehr flexibel und vielseitig einsetzbar“, sagt die Projektleiterin des Landeskinderturnfests, Veronika Albrecht. Von der logistischen Seite her konnte ein Aalener Busunternehmen Pluspunkte beim Schwäbischen Turnerbund sammeln. „Auf Grund des Regens haben viele Kinder dann doch die Busse genommen und dann haben die Busfahrer, die eine oder andere Extra-Runde gedreht“, sagt Albrecht.

Schwung mitnehmen

Nun hofft man in Aalen darauf, dass die Vereine den Schwung mitnehmen können.

„Kinder gibt es genug, richtig bewegen, dass machen aber nur 30 Prozent“, sagt René Mall. Eine ist aber sicher, dass Landeskinderturnfest war eine gute Werbung für Bewegung und den Turnsport an sich.

„Viele Kinder haben hier sicherlich in Aalen ihren ersten richtigen Bezug zum Sport an sich bekommen und das ist enorm wichtig. Denn wenn man einen Bezug dazu hat, dann erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder auch in Zukunft mehr Sport betreiben“, sagt Rössler.

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