SVW-Spielleiter: „Mit uns hat keiner mehr gerechnet“

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Mit einem Sieg kann Wört den Klassenerhalt perfekt machen.
Mit einem Sieg kann Wört den Klassenerhalt perfekt machen. (Foto: Thomas Siedler)
Nico Schoch

Der Meistertitel ist bereits an den SV Neresheim vergeben, doch zumindest die Situation im Abstiegskampf verspricht noch ein hohes Maß an Spannung für das Saisonfinale in der Fußball-Bezirksliga. Nach zwei Siegen in Folge hat der SV Wört sein Schicksal in der eigenen Hand, benötigt aber einen Heimsieg gegen den TV Neuler, um den Gang in die Relegation zu vermeiden. Nach der 0:7-Klatsche aus dem Hinspiel haben die Blau-Weißen noch eine Rechnung offen mit dem favorisierten Tabellenvierten.

Von Nervosität ist beim Liganeuling nichts zu spüren vor dem letzten Spieltag, der ein Herzschlagfinale verspricht. „Warum sollten wir auch nervös sein?“, fragt Andreas Fuchs schmunzelnd, „wir sind gut drauf und haben alle Mann an Bord.“ Die Zuversicht des SVW-Spielleiters ist durchaus begründet. Nach zuvor fünf sieglosen Spielen hat sich seine Mannschaft mit den beiden Kantersiegen gegen Heuchlingen (4:0) und Lauchheim (4:1) eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Lohn: Erstmals seit November rangiert Wört wieder auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz und hat die Rettung vor Augen, die bei der Bezirksliga-Premiere vor drei Jahren so knapp verpasst wurde.

Sieg bedeutet Klassenerhalt

Die Ausgangslage für den Samstag ist klar. Bei einem Heimerfolg gegen den TV Neuler (4./54 Punkte) wäre der sichere Klassenverbleib für den SVW (12./29) besiegelt.

Da zeitgleich die direkten Konkurrenten AC Milan Heidenheim (14./28) und SF Lorch (13./28) aufeinandertreffen, werden die Blau-Weißen in keinem Fall direkt absteigen, würden bei einer eigenen Niederlage jedoch auf den Relegationsplatz 13 abrutschen. Doch selbst das wäre kein Beinbruch, wie Fuchs klar stellt: „Unser Ziel, nicht direkt abzusteigen, haben wir bereits erreicht. Notfalls gehen wir eben in die Relegation, sind aber zuversichtlich, den Klassenerhalt dann zu schaffen.“

Der Spielleiter ist sichtlich froh, dass seine Mannen im Saisonfinale alle Möglichkeiten in der eigenen Hand halten und nicht auf die Resultate der Konkurrenz angewiesen sind. Zumal diese gute Ausgangslage vor wenigen Wochen noch in keinster Weise zu erwarten war. „Mit uns hat fast keiner mehr gerechnet. Nach der Niederlage in Kirchheim (1:2, Anm. d. Red.) war jedem klar, dass wir mindestens zwei von drei Spielen gewinnen müssen, um eine realistische Chance auf den Ligaverbleib zu haben“, so Fuchs, „doch die Mannschaft hat genau richtig reagiert. In Heuchlingen hat jeder Einzelne gezeigt, was in ihm steckt.“

Während Lorch und Heidenheim den dritten direkten Abstiegsplatz unter sich ausmachen werden und der VfL Gerstetten (11./29) den Bezirkspokalsieger FV Unterkochen (9./46) empfängt, erwartet Wört zumindest auf dem Papier die schwerste Aufgabe im Fernduell um den Klassenerhalt.

Günstige Situation

Bei der 0:7-Hinspielklatsche musste auch Fuchs feststellen, dass „Neuler eine der stärksten Mannschaften in der Bezirksliga ist.“ Doch die Situation scheint günstig zu sein für eine Revanche des SV Wört. Denn mit zwei überraschenden Niederlagen in Schnaitheim (1:5) und gegen Gerstetten (0:1) hat sich Neuler im Schlussspurt einer starken Runde aus dem Rennen um die Aufstiegsrelegation verabschiedet. „Wir werden alles probieren, um Neuler zu schlagen, und damit sicher drin zu bleiben“, verspricht Fuchs und fügt hinzu: „In diesem Fall wird das Fest sicherlich noch größer ausfallen als vergangenes Jahr beim Aufstieg.“ Nicht zuletzt wolle man auch Trainer Manfred Raab nach über siebenjähriger Tätigkeit einen perfekten Abschluss bereiten.

An der Spitze ist alles klar

An der Tabellenspitze der Bezirksliga sind derweil längst alle Entscheidungen gefallen.

Der SV Neresheim (1./64) hat sich vorzeitig die Meisterschaft gesichert und wird erstmals in die Landesliga aufsteigen, Konkurrent SG Bettringen (2./60) kann noch über die Relegation folgen. Das Spitzenspiel der SGB bei der TSG Nattheim (3./54) ist nunmehr ohne große Bedeutung, Neresheim hingegen darf sich nach dem abschließenden Heimspiel gegen den zuletzt schwächelnden SV Lauchheim (7./47) noch einmal kräftig feiern lassen. Zumindest noch den Sprung auf Rang drei hat der SV Waldhausen (5./52) im Auge, Voraussetzung dafür wäre ein Heimerfolg über die bereits gesicherte SGM Kirchheim/Trochtelfingen (10./33).

Hofherrnweiler II in Schnaitheim zu Gast

Neuling TSG Hofherrnweiler II (6./50) wird sein starkes Jahr mit dem Gastspiel bei der TSG Schnaitheim (8./46) beschließen.

Aus der Liga verabschieden werden sich hingegen der FC Ellwangen (16./15) und der TV Heuchlingen (15./20), die sich im direkten Duell der beiden Tabellenschlusslichter gegenüber stehen.

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