Studenten vermarkten Online-Rollenspiel in eigener Firma

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Aalener Nachrichten

Mit einem Online-Rollenspiel für Smartphones geht ein neues Aalener Unternehmen an den Start. Studenten und Absolventen der Hochschule Aalen haben die „Rubberplant Studios“ gegründet. Dieses Start-up ist auf die Entwicklung von Apps mit Geodaten-Verarbeitung, Augmented Reality und Spielen spezialisiert. Bei ihrer ersten Entwicklung namens „Ala Flavia“ erobern die Spieler draußen im Grünen die virtuelle Welt der Römer.

Ihren Anfang nahm die Sache im April 2013. Damals hatte einer der Gründer, Thorben Heinrichs, eine zufällige Begegnung mit dem damaligen Oberbürgermeister von Aalen. Nach einem Gespräch über eine erweiterte Nutzung der Geodaten der Stadt wurde Heinrichs ins Rathaus eingeladen, um dort verschiedene Ideen zu präsentieren. Heute hat er zusammen mit weiteren Studenten und Absolventen der Hochschule Aalen das Unternehmen Rubberplant Studios gegründet.

Das Start-Up will mit einem völlig neuartigen Spiel für Smartphones an den Markt gehen: „Ala Flavia“ ist ein Online-Rollenspiel, bei dem die Nutzer die römische Geschichte der Region erleben können. In Kooperation mit dem Limesmuseum haben die Gründer ein Spiel entwickelt, welches die Nutzer nach draußen ins Grüne zieht und reale historische Fakten vermittelt. Denn bei Ala Flavia wird die GPS-Position der Spieler verwendet, um die verschiedenen Interaktionen wie Rohstoffe sammeln, Handel betreiben oder Barbaren bekämpfen, freizuschalten.

In der aktuell laufenden Testphase wurde das Spielprinzip bereits erfolgreich erprobt. Für das Spiel gehen die Nutzer bis zu zwei Stunden täglich nach draußen, um zusammen mit anderen die virtuelle Welt der Römer zu erobern. Derzeit befindet sich das Spiel noch in einer Testphase, die Veröffentlichung soll aber zeitnah stattfinden. Wer es vorher schon ausprobieren möchte und ein Android-Gerät besitzt, kann sich unter www.ala-flavia.de als Tester anmelden.

Thorben Heinrichs, Olav Strehl und Nele Unland haben Rubberplant Studios zusammen gegründet, Matthias Nutz und Andreas Friedel werden dem Unternehmen nach ihrem Studium beitreten. Die Studenten und Absolventen wurden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit von dem Innovationszentrum Aalen unterstützt und gefördert. Gerhard Subek, der Leiter des Innovationszentrums, hat den Gründern viele Kontakte vermittelt, bei Anträgen geholfen und stellt Rubberplant Studios derzeit auch ein Büro im Technologiezentrum zur Verfügung. Nach Fertigstellung des Innovationszentrums am Burren wird das Start-Up dort in einem der neuen Büros einziehen.

Mit der Gründung von Rubberplant Studios gibt es in Aalen nun ein Unternehmen, dass sich auf die Entwicklung von Apps mit den Schwerpunkten Geodaten-Verarbeitung, Augmented Reality und Spieleentwicklung spezialisiert hat. Alle Gründer haben bereits während ihrer Studienzeit durch besondere Projekte auf sich aufmerksam gemacht. In ihrem eigenen Unternehmen möchten sie nun die Erfahrungen nutzen, um auch für ausgefallene Problemstellungen Lösungen zu finden, denn neben Ala Flavia nimmt das Start-Up auch Auftragsarbeiten an.

Weitere Infos unter www.rubberplant.de.

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