Strikers völlig von der Rolle

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 Das war nichts. Die Strikers gehen unter.
Das war nichts. Die Strikers gehen unter. (Foto: Peter Schlipf)
Aalener Nachrichten

Strikers: Jonas Gräßer (Sst/P), Christoph Roelfsema (3B), Tobias Stürmer (3B), Julius Dorsel (C), Mike Tauporn (P/Cf), Jörg Rathgeb (1B), Bastian Grajer (Lf), Max Thieme (2B), Elias Reinsch (Cf), Christian Bertuch (P/Sst), Gert Wöllner (Rf).

Nach einer desolaten Vorstellung hat Tabellenführer Aalen Strikers mit einer klaren Niederlage die Heimreise antreten müssen. Beim 1:16 (0:1/0:0/1:5/0:3/0:2/0:5) machte Gastgeber Aichelberg Indians, der bis dato lediglich zwei seiner sechs Spiele gewinnen konnte, mit den favorisierten Ostälblern kurzen Prozess und schickte den völlig enttäuschenden Spitzenreiter nach nur sechs Innings per „Mercy-Regel“ wieder nach Hause.

Bis Mitte des dritten Durchgangs nahm das Spiel bei tropischen Temperaturen noch den erwarteten Verlauf. Jonas Gräßer konnte die anfängliche Führung des Gastgebers nach einem Basehit von Catcher Julius Dorsel zum 1:1 ausgleichen. Danach nahm das Drama dann seinen Lauf. Zahlreiche Fang- und Wurffehler begleiteten von nun an das Spiel der Kocherstädter. Am Ende wurden auf Aalener Seite insgesamt sechs solcher „Errors“ gezählt, die Indianer vom Aichelberg hielten bei dieser Negativstatistik dagegen die Null. Allein schon an diesem Vergleich lässt sich der deutliche Leistungsunterschied der beiden Teams an diesem Tag festmachen.

Indians ziehen davon

So konnten die Indians über 6:1 und 8:1 bis zum Ende des fünften Spielabschnitts bis auf 10:1 davonziehen. Ein Werferwechsel auf Seiten der Strikers, Bertuch kam für Tauporn, brachte nicht die erhoffte Wende, Aalen fand weiterhin nicht ins Spiel. Auch bei eigenem Schlagrecht konnten die Aalener Schlagmänner keinerlei Akzente mehr setzen, zumal der Aichelberger Werfer einen Sahnetag erwischte. Mit seinen harten und platzierten Würfen kamen die Strikers überhaupt nicht zurecht und resignierten mit zunehmender Spieldauer. Die wenigen Bälle, die trotzdem ins Aichelberger Feld geschlagen wurden, konnten von den Indians mit fehlerfreier Verteidigungsarbeit sicher entschärft werden.

So kam es wie es kommen musste, nach zwei Stunden und 15 Minuten überquerte der 16. Aichelberger Spieler wieder die Ausgangsbase und beendete damit die Partie vorzeitig.

Entsprechend bedient war der Aalener Trainer verständlicher Weise nach dem Spiel und kritisierte bei einigen Spielern die mangelhafte Einstellung und fehlende Mentalität. Vor allem die vermeintlichen Leistungsträger enttäuschten und waren zu keiner Phase des Spiels in der Lage, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Jetzt hat die Mannschaft fast drei Wochen Zeit, um in sich zu gehen und im Training an den Defiziten zu arbeiten. Das nächste Spiel steht erst wieder am 21. Juni an, dann geht die Reise zu den Gammertingen Royals. Ohne eine deutliche Leistungssteigerung wird auch dort für den (Noch-)Tabellenführer aus Aalen nichts zu holen sein. Dass sie es besser können haben die Baseballer der Aalener Sportallianz bereits mehrfach gezeigt in dieser Saison.

Strikers: Jonas Gräßer (Sst/P), Christoph Roelfsema (3B), Tobias Stürmer (3B), Julius Dorsel (C), Mike Tauporn (P/Cf), Jörg Rathgeb (1B), Bastian Grajer (Lf), Max Thieme (2B), Elias Reinsch (Cf), Christian Bertuch (P/Sst), Gert Wöllner (Rf).

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