Stillstand bei den Corona-Daten - Ausgangssperre in Hall wird von Gericht geprüft

Redakteur / Regio-Onliner Ostalb

Der Blick auf das Dashboard mit den Corona-Daten des Ostalbkreises für Montag macht am Dienstag stutzig. Denn beinahe alle Zahlen sind gleichgeblieben, kein Anstieg, keine Abnahme - es sind dieselben Zahlen wie am Sonntag. Ein Fehler?

Auf Nachfrage beim Landratsamt Ostalbkreis heißt es, dass alle Angaben korrekt seien. Offensichtlich hat es keinerlei Bewegung gegeben. Weder sind Menschen aus der Isolation entlassen worden, noch wurden Neuinfektionen registriert. Ungewöhnlich, aber offenbar korrekt. Einzig der Inzidenzwert hat sich bewegt - nach unten. Geradezu logisch. 

Denn ohne weitere Infektionen - der Inzidenzwert bezieht den Montag natürlich rechnerisch mit ein - sinkt die Zahl. Innerhalb einer Woche wurden im Ostalbkreis gerade einmal 21 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Im krassen Gegensatz dazu steht nach wie vor der Nachbarkreis Schwäbisch Hall. Dort liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert bei 122 (Stand Montag). Dort galt aufgrund der hohen Infektionszahlen bis zum 22. Februar noch eine nächtliche Ausgangssperre. Die Allgemeinverfügung war bis zu diesem Montag befristet - eine weitere hat die Kreisverwaltung bislang nicht veröffentlicht.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat Bedenken an der formellen Rechtmäßigkeit geäußert.

Stellungnahme Kreisverwaltung

Allerdings folgende Stellungnahme: Derzeit laufe ein gerichtliches Eilverfahren gegen eben diese Allgemeinverfügung, heißt es da. Und weiter: "Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat Bedenken an der formellen Rechtmäßigkeit geäußert. Das Landratsamt befindet sich deshalb in der eingehenden rechtlichen Prüfung."

Landrat Gerhard Bauer appelliert an die Bewohner. "Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Kontakte zu vermeiden und die AHA-Regeln plus regelmäßiges Lüften strikt einzuhalten. Die Infektionszahlen im Landkreis sind leider immer noch steigend", wird er zitiert.

Mutation im Donau-Ries-Kreis nachgewiesen

Wie die Verwaltung des Donau-Ries-Kreises am Dienstag in einer Pressemeldung berichtet, ist erstmals die britische Mutation des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Allerdings nur formell. Denn die betroffene Person befände sich derzeit "nach einem berufsbedingten Auslandsaufenthalt in Quarantäne außerhalb des Landkreises", so die Behörde. 

Bei einer weiteren Person bestehe aktuell der Verdacht auf die südafrikanische Virusvariante, da es sich um eine Kontaktperson zu einem bereits bestätigten Fall außerhalb des Landkreises handle, heißt es weiter. Auch diese Person ist derzeit in Isolation.

Im Ostalbkreis berichtete das Landratsamt bereits am 3. Februar darüber, dass die britische Virusvariante im Kreis angekommen sei. 

Ende vergangener Woche drang die Nachricht durch, dass es auch bei TE in Wört einen Ausbruch gegeben hat. 

Datendashboard ergänzt

Das Datendashboard für den hiesigen Kreis ist um eine weitere Funktion ergänzt worden. So wird seit Dienstag angezeigt, wer Corona-Schnelltests durchführt. Mit Klick auf die jeweilige Stadt oder Gemeinde erscheint in einer Maske die entsprechende Information. Die Tests sind für Beschäftigte in Schulen und Kindertagesstätten gedacht. 

Hier geht es zur Desktopansicht des Dashboards - hier zur Smartphone-Version.

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