Stadtwerke Aalen legen neues Stromkabel unter die Erde

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Stadtwerke verlegen neues Stromkabel
Stadtwerke verlegen neues Stromkabel (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Es ist der dritte Abschnitt: Die Stadtwerke Aalen haben jetzt in Ebnat mit der Erdverkabelung einer neuen 20-kV-Leitung begonnen, die für noch mehr Versorgungssicherheit in Ebnat und Waldhausen sorgen soll. Der Baubereich erstreckt sich ab Unterkochen über eine Länge von rund 7200 Meter und umfasst auch neue Schaltanlagen. Für eine zukünftig schnelle Datenübermittlung werden zusätzlich Leerrohre für Glasfaserkabel nach Ebnat und Waldhausen mitverlegt. Ab Ende nächsten Jahres soll der Strom fließen, danach wird die bestehende 20-kV-Freileitung stillgelegt und dann wohl abgebaut.

Mit dem Spatenstich starten die Stadtwerke den letzten Abschnitt der Neuausrichtung der Stromversorgung in Ebnat und Waldhausen nach der Netzübernahme im Jahr 2015. Mit dem Leistungsbau von Unterkochen nach Ebnat wird auch der Ringschluss fertiggestellt. Eine Spezialfirma aus Bayern wird die Leitung ab der Trafostation beim Feuerwehrhaus Unterkochen hoch aufs Härtsfeld bauen, im Fräss-Pflüg-, Spühlbohrverfahren und in der offenen Bauweise. Die Baukosten für diesen Leitungsabschnitt liegen bei rund 1,5 Millionen Euro, insgesamt werden und wurden in den vergangenen Jahren rund drei Millionen Euro in den Leitungsbau auf dem vorderen Härtsfeld investiert. Bei den Leerrohren fürs schnelle Internet ist das Landratssamt mit im Boot, für den Breitbandausbau hat das Land einen Zuschuss in Höhe von rund 260000 Euro in Aussicht gestellt.

Die Leitungslegung ist für Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Weiß ein wichtiger Schritt, um ins eigene Netz und in die Versorgungssicherheit der Menschen vor Ort zu investieren. So werde das bestehende Netz zukunftssicher gemacht.

Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle begrüßte diesen „guten Schulterschluss“ und freute sich außerdem, dass für die Stadtwerke nur eine Erdverkabelung in Frage kam. Das sei nicht selbstverständlich – woanders würden aus Kostengründen immer noch Freileitungen gebaut. Für Steidle ist klar: „Stromleitungen sind besser in der Erde aufgehoben.“

So verläuft grob die Bautrasse: Von Unterkochen in Richtung Glashütte, durch Waldstücke der Realgenossenschaft und der Blauwald-Genossenschaft, dann am nördlichen Rand der geplanten Nordumfahrung Ebnat nach Kreuzung der Jurastraße und er Fahrspur in Richtung Elchingen. Vor dem Feuerwehrhaus Ebnat zweigt die Strecke ab in Richtung Bauende zur Stadtwerke-Station und läuft hier wieder auf einem landwirtschaftlich genutzten Weg.

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