Stadt prüft Parkhaus auf dem Gaskesselgelände

Lesedauer: 5 Min

 Zwischen Bahnlinie und Samariterstiftung sollen zunächst 44 derzeit öffentliche Parkplätze tagsüber zu Stellplätzen für Rathau
Zwischen Bahnlinie und Samariterstiftung sollen zunächst 44 derzeit öffentliche Parkplätze tagsüber zu Stellplätzen für Rathausbeschäftigte werden. 27 weitere könnten durch eine Verlegung der dortigen Skateranlage entstehen. (Foto: Thomas Siedler)

Die Stadt untersucht derzeit, ob auf dem ehemaligen Gaskesselgelände an der Hirschbachstraße ein Parkhaus entstehen könnte, das ein Stück weit auch in den Nordhang des Galgenbergs hineinragt. Das hat Oberbürgermeister Thilo Rentschler im Technischen Ausschuss des Gemeinderats mitgeteilt. Zum Thema Parken beschloss der Ausschuss, dass zwischen Bahnlinie und Samariterstiftung zunächst 44 derzeit öffentliche Parkplätze tagsüber in Stellplätze für Rathausbeschäftigte umgewandelt werden.

Diesen Vorschlag hatte die Verwaltung in die Sitzung am Mittwoch eingebracht. Laut Erstem Bürgermeister Wolfgang Steidle sind momentan rund 210 Stellplätze an verschiedenen Orten in der Innenstadt an einen Teil der insgesamt 520 Beschäftigten im Rathaus vermietet. Allerdings gebe es seit vielen Jahren eine lange Warteliste, aktuell umfasse sie 61 Interessenten. Zudem werde in vielen Bewerbungsgesprächen die Frage nach einem Stellplatz gestellt.

Skateranlage verlegen?

Um der Not abzuhelfen, will die Stadt in einem ersten Schritt zwischen Bahn und Samariterstiftung, hinter der Skateranlage, 44 derzeit öffentliche, aber wenig genutzte Parkplätze tagsüber in Stellplätze für Rathausmitarbeiter umwandeln. Nach Dienstschluss der Stadtverwaltung sollen sie dann wieder, wie jetzt, der Allgemeinheit bei 2,5 Stunden freier Parkzeit zur Verfügung stehen. Würde man in einem weiteren Schritt die Skateranlage verlegen, könnten weitere 27 Parkplätze für städtische Mitarbeiter geschaffen werden.

Steidle erklärte weiter, gemeinsam mit dem Personalrat sei man derzeit parallel daran, neue Kriterien für die Vergabe von Mitarbeiterparkplätzen zu erarbeiten. Dabei sollen Aspekte wie die Entfernung zum Wohnort, Kinder in einer Kita, die Bildung von Fahrgemeinschaften oder die ÖPNV-Anbindung mit eine Rolle spielen.

CDU will Gesamtkonzept

Bevor der Ausschuss am Ende grünes Licht zur Umwandlung von zunächt 44 derzeit öffentlichen Stellplätzen gab, beleuchteten manche Mitglieder die Aspekte und Aussagen auch kritisch. Thomas Wagenblast (CDU) warnte davor, Skater und Parker gegeneinander auszuspielen. Für das Gaskesselgelände sei ein ganzheitliches Gesamtkonzept nötig. Das auch die Frage beantworte, wo dann einmal das Galgenberg-Festival stattfinden solle. Karin Boldyreff-Duncker (Grüne) warf der Verwaltung doppelte Konzeptionslosigkeit vor: Weder für ihre Mitarbeiter noch für die Skater gebe es richtige Konzepte. Thomas Rühl (Freie Wähler) sagte, man brauche nicht nur Parkplätze für Mitarbeiter der Stadt, es fehlten vielmehr Parkplätze für alle, die in der Innenstadt beschäftigt seien.

OB Rentschler räumte ein, der Druck mit Blick auf Dauerparkplätze sei insgesamt enorm groß. Wies aber die Vorwürfe der Grünen zurück. Es gebe seit längerem Überlegungen, wo eine neue, größere und zentral erreichbare Skateranlage entstehen könnte. Sobald man mehr wisse, werde man damit in die Gremien kommen. Das gelte auch für das Thema Parkhaus auf dem Gaskesselgelände.

Keine Alternativen gefunden

Steidle ergänzte, es seien die Skater selbst gewesen, die mit dem Wunsch nach einer neuen Anlage auf die Stadt zugekommen seien. Alternativen zu den jetzt zunächst vorgeschlagenen 44 Stellplätzen habe man, so Steidle auf Nachfrage, geprüft, aber keine wirklichen gefunden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen