Stadt entfernt Altkleidercontainer

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Vorläufige Endstation Bauhof – rund 20 „illegale“ Container ohne Vignette sind abgebaut worden. (Foto: Markus Lehmann)
Markus Lehmann

Vorläufige Endstation Bauhof: Die Stadt hat rund 20 „illegal“ aufgestellte Altkleidercontainer im Stadtgebiet abtransportieren und auf den Bauhof schaffen lassen. Ob es die betroffenen Sammelorganisationen, die von dem Abbau betroffen sind, schlicht versäumt haben, die notwendige Plakette zu beantragen oder anzubringen, ist derzeit unbekannt. Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher war über Tage telefonisch zu einer Stellungnahme nicht erreichbar. Jedenfalls wurden auch Sammelcontainer des DRK und einer für die Diözese Rottenburg arbeitenden Firma abgebaut und auf dem städtischen Bauhof abgestellt. Bei der Firma Dümann, die eine Genehmigung für die Container hat und auch Gebühren dafür zahlt, begrüßt man dieses Durchgreifen. Offenbar stehen noch an die 20 Container illegal im Stadtgebiet.

Problem ist bekannt

Die Stadt und auch der Gemeinderat hatten sich schon wiederholt mit dem Problem der illegal aufgestellten Container beschäftigt. In einer Gemeinderatssitzung hatte Fehrenbacher erklärt, dass das Problem bekannt sei, dieses „Geschäft Sorgen bereite“ und man die Vignette auf den Weg bringen wolle. Das war auch geschehen. Nun wurden die Altkleider- und Schuhcontainer ohne die Lizenz zum Sammeln entfernt, bestätigt Ordnungsamtschefin Stephanie Rischar: „Die Container ohne Plakette oder die, die gar nicht genehmigt waren, wurden entfernt.“ Eine Firma etwa habe definitiv die Plaketten bekommen. Es seien auch solche Container entfernt worden, die eine Plakette bekommen haben, sie aber nicht angebracht haben. Offenbar seien bereits angeklebte Plaketten „mit einer gewissen kriminellen Energie“ entfernt worden. Es sei aber Sache der Aufsteller, regelmäßig die Container zu überprüfen. Nadine Dümann von der Aalener Textil- und Recyclingfirma Dümann, Kooperationspartner der „Radio7-Drachenkinder“, hatte bereits vor einiger Zeit im Gemeinderat vorgesprochen und ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass die drei „legalen“ Firmen pro Jahr rund 20 000 Euro Gebühren für die Genehmigung zum Aufstellen zahlen.

Andere Firmen dagegen würden einfach illegal und ohne zu bezahlen einfach ihre Container aufstellen und würden nicht verfolgt. „Wir freuen uns, dass die Stadt endlich durchgreift,“ erklärt Nadine Dümann – „es war ja schon länger angekündigt, dass die illegalen Container abgeräumt würden.“ Nun sei es wünschenswert, dass auch die restlichen illegalen Container entfernt würden und auch das Landratsamt entsprechend vorginge und Konsequenzen einleite. Zudem sei es ebenfalls wünschenswert, dass die Stadt künftig längere Genehmigungen ausspreche: „In Schwäbisch Gmünd beispielsweise beträgt sie eine Dauer über vier Jahre. Das dient der Planungssicherheit.“ Rischar erklärt, der Altkleidermarkt sei hart umkämpft und man stehe auf rechtlich unsicherem Terrain. Deshalb werde es bis auf weiteres keine längeren Genehmigungszeiten geben. Die Stadt sei zudem nicht dazu da, sich in das Geschäft mit den Altkleidern einzuklinken.

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