Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner: Waldfriedhof gesperrt

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 Die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können beim Menschen entzündliche und juckende Hautreaktionen hervorruf
Die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können beim Menschen entzündliche und juckende Hautreaktionen hervorrufen. (Foto: Patrick Pleul)
Aalener Nachrichten

Im Aalener Stadtgebiet wird ab dem 2. Mai ein für Menschen unschädliches Biozid gegen den Eichenprozessionsspinner ausgebracht.

In Baden-Württemberg gibt es seit einigen Jahren Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner. Auch in Aalen waren Eichenwälder und Einzeleichen 2018 sehr stark mit den Schädlingen befallen. Nach den jüngsten Prognosen muss auch in diesem Jahr wieder mit einem starken Auftreten der Raupen gerechnet werden.

Bereits seit mehreren Jahren werden die Raupen bekämpft, vor allem indem die vorhandenen Gespinstnester jeweils im Juli/August abgesaugt wurden. Durch diese mechanischen Maßnahmen ist aus Sicht der Experten eine zunehmende Gesundheitsgefährdung von Menschen im Umfeld befallener Bäume nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Waldfriedhof gesperrt

Würde man keine weiteren Maßnahmen ergreifen, müsste man Waldstücke oder Friedhöfe in den Sommermonaten sperren. Deshalb hat sich das Grünflächen- und Umweltamt der Stadt Aalen in Abstimmung mit dem Landratsamt Ostalb dazu entschlossen, die Ausbringung des für Menschen unschädlichen Biozids an einigen Befalls-Schwerpunkten im Stadtgebiet am Donnerstag, 2. Mai, zu starten.

In Aalen ist geplant, die Bereiche Waldfriedhof und Tannenwäldle sowie weitere Einzelbäume und Baumgruppen mit dem Mittel vom Boden aus von Experten mit einem Hochdruckgebläse behandeln zu lassen. Die zu behandelnden Flächen werden während der Maßnahme abgesperrt. Der Beginn der Bekämpfung erfolgt im Waldfriedhof am 2. Mai. Deshalb bleibt der Waldfriedhof an diesem Tag für Besucher geschlossen.

Sprühnebel ist ungefährlich

Bei der Behandlung kann es für einzelne angrenzende Grundstücke geringe Beeinträchtigungen durch Sprühnebel geben, der jedoch völlig ungefährlich ist. Der sich beim Trocknen bildende Belag wird beim nächsten Regen abgewaschen oder kann abgespritzt werden. Dies ist ein minimaler Nachteil im Vergleich zu der Gefahr, die aus der Verbreitung des Eichenprozessionsspinners hervorgehen kann.

Maßnahmen dient dem Schutz der Bürger

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, dessen Raupen in Eichen leben. Die Raupen bilden winzige Brennhaare aus, die beim Menschen entzündliche und juckende Hautreaktionen hervorrufen können. Die allergischen Reaktionen können im Einzelfall zu einer erheblichen Gesundheitsgefährdung für den Menschen werden. Die seitens der Stadt Aalen geplante Bekämpfungsmaßnahme dient deshalb auch dem persönlichen Schutz der Bewohner.

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