Spannend und anspruchsvoll

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Auf geht`s: Die Startnummer eins legt los.
Auf geht`s: Die Startnummer eins legt los. (Foto: Peter Schlipf)

Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein starteten am Samstag insgesamt 102 Rallyeteams bei der 31. ADAC Ostalbrallye. Rund um die Kochertal-Metropole in Abtsgmünd herrschte schon von Freitag an reges Treiben. Mit 65 Startern in der „Rallye 70“ und 37 historischen Rallyeboliden begann das Rallyewochende Samstagfrüh mit dem Abfahren der Wertungsprüfungen. Nach der Erstellung des Aufschrieb hieß es dann um 11.30 Uhr Start frei für die Zeitenjagd.

Vorjahressieger Rainer Noller war verhindert und konnte nicht teilnehmen, umso spannender stellte sich die Frage, wer sich bei perfekten Streckenverhältnissen den Gesamtsieg holt. Unter den Favoriten startete mit der Startnummer eins Ulrich Kübler mit Co-Pilot Armin Seeger auf einem Mitsubishi EVO 8. Ebenfalls im Mitsubishi EVO 8 galten als heiße Verfolger Lokalmatador Ralf Stütz mit seinem Co Lars Stütz sowie das Rallyeteam Macht/Kießling. Aber nicht nur Allradler mischten ganz vorne mit. Auch das Team Norman und Michaela Kreuter, mit ihrem frontangetriebenen, 240 PS starken Citroen DS3 R3 Max, sowie Sven Kress mit Copilotin Carina Kohler, auf ihrem heckgetriebenen BMW E30 320is, übten ordentlich Druck auf die EVO´s aus.

Bereits auf WP 1 Holzleuten forderte der anspruchsvolle Kurs erste Ausfälle - ob technischer Defekt oder klassischer Fahrfehler – die Prüfungen verlangten den Fahrern alles ab. Nach WP 1 lag Team Roland Macht und Co Felix Keißling mit einem 1,8 Sekundenvorsprung vor Kress/Kohler auf ihrem BMW und dem Citroen vom Team Kreuter/Kreuter.

Auf der legendären Prüfung zwei „Pommes“, die erneut mit einer neuen Variante glänzen konnte, lieferten sich die führenden drei einen weiteren Schlagabtausch. Mit einem Sieg auf dieser Wertungsprüfung, konnte sich das Team Kreuter/Kreuter mit einem ganz knappen Vorsprung von 0,7 Sekunden vor Team Macht/Kießling schieben.

Auch bei den nachfolgenden Prüfungen duellierten sich die drei vorgenannten Teams, wobei auf WP4 auch die beiden anderen Citroen DS3 R3 Fahrer Tobias Pohlner und Karl Friedrich Beck ganz vorne mitmischten. Bert Ballauf und Detlef Speer sicherten sich die Bestzeit auf der Wertungsprüfung sechs.

Finale durch die Ortsmitte

Im finalen Zuschauerrundkurs durch die Ortsmitte von Abtsgmünd ging mit 2,4 Sekunden Führung das Team Macht/Kießling an den Start. In einem Herzschlag Finale konnten sich die Beiden auch den hartumkämpften Sieg sichern, hierzu reichte ihnen die viertschnellste Zeit auf dem Rundkurs. Ganz knapp dahinter fuhr mit 1,1 Sekunden Abstand der EVO von Team Kübler/Seeger auf den zweiten Platz. Den letzten Podiumsplatz sicherten sich Sven Kress und Carina Kohler mit 5,1 Sekunden Rückstand auf ihrem BMW.

Auch die Teams der veranstaltenden Vereine konnten sich erfolgreich platzieren, so fuhren vom MSC Untergröningen die Teams Kress/Kohler auf einen hervorragenden dritten Platz, Stütz/Stütz auf Platz sechs und Otterbach/Otterbach auf Platz neun. Platz 14 sicherte sich das Team Kurz/Rosza vom Racing Team Mögglingen. Das Team Holz/Behringer vom AMC Schwäbisch Gmünd konnte einen guten 16. Platz verbuchen. Für die Vereinskollegen Thomas Diepelt und Felix Pranke war auf WP2, nach einem technischem Defekt, Schluss.

Auch die Gleichmäßigkeitsfahrer der Retro-Rallye zeigten in einem starken Feld von 37 Fahrzeugen ihr Können. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrmachers steuerten Max und Timo Birnbreier ihren Toyota Celica mit einer Sollzeitabweichung von gerade einmal 0,76 Sekunden ins Ziel. Platz zwei ging an Udo Wagner und Sebastian Kurz vom AC Maikammer auf einem BMW E36 325i. Dicht dahinter komplettierte das Team Meyer/Meyer mit ihrem Opel Corsa A die Top drei.

Insgesamt war es wieder eine durchweg spannende und gut organisierte Rallye. Sowohl die Fans als auch die zahlreichen Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten und konnten bei frühsommerlichen Temperaturen einen tollen Rallyetag genießen. „Eine der besten Rallye 70 Veranstaltungen deutschlandweit mit anspruchsvollen Prüfungen“ so schwärmten die sympathischen Franken und spätere Gesamtsieger Roland Macht mit seinem Co-Piloten Felix Kießling.

Die beiden gewannen das erste Mal bei der Ostalbrallye und sind begeistert von der tollen Atmosphäre und guten Organisation.

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