Sozialführerschein unterstützt ehrenamtliche Helfer

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 Das Bild zeigt (von links) Ulrike Lange von der Bahnhofsmission Aalen, Pfarrer Bernhard Richter, Diakon Jörg Dolmetsch, Ulrich
Das Bild zeigt (von links) Ulrike Lange von der Bahnhofsmission Aalen, Pfarrer Bernhard Richter, Diakon Jörg Dolmetsch, Ulrich Myrdter, Bahnhofsmission, und Natalie Pfeffer von der Caritas. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Unter dem Motto „Helfen lernen“ steht der 17. Sozialführerschein, der ab 6. Februar in Aalen angeboten wird. Dabei geht es darum Männer und Frauen, die sich gerne ehrenamtlich engagieren möchten, für eine Tätigkeit im sozialen Bereich zu qualifizieren. Teilnehmen kann jeder, der Lust dazu hat, anderen Menschen zu helfen.

„Der Sozialführerschein ist seit 2005 ein Erfolgsmodell“, betont Pfarrer Bernhard Richter bei einem Gespräch mit den „Aalener Nachrichten“ in der Bahnhofsmission Aalen. Veranstalter des Kurses sind der Kreisdiakonieverband Ostalbkreis, die Caritas Ostwürttemberg, die Bahnhofsmission Aalen sowie die evangelische und katholische Kirche Aalen. Ideell unterstützt wird der Sozialführerschein auch von Landrat Klaus Pavel, der die Schirmherrschaft übernommen hat.

Wichtig für Menschen in der Übergangsphase

„Gerade für Menschen in der Übergangsphase vom Berufsleben in den Ruhestand ist eine ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich oft eine persönliche Bereicherung“, erklärt Natalie Pfeffer von der Caritas.

Dies bestätigt auch Ulrich Myrdter, der vor fünf Jahren den Sozialführerschein absolviert hat und seither in der Bahnhofsmission in Aalen tätig ist. Er hilft zwei Mal in der Woche drei Stunden lang Reisenden, die sich aufgrund eingeschränkter Mobilität nicht zurecht finden, und führt schon einmal ein persönliches Gespräch. „Es tut gut anderen Menschen zu helfen und ist eine ganz andere Erfahrung als in meinem Berufsleben“, sagt Myrdter.

Der Sozialführerschein mit acht Kursabenden im Gemeindezentrum Sankt Maria in Aalen verbindet in idealer Weise Theorie und Praxis. Man lernt viel über Kommunikation mit Menschen. Diakon Jörg Dolmetsch hebt besonders den Abend mit einer Praxisbörse hervor. Dabei stellen sich rund 15 soziale Einrichtungen vor, angefangen vom Tafelladen, über Nachbarschaftshilfe, Schuldnerberatung und Seniorenwohnheimen bis hin zum Hospizdienst. Sie alle sind auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angewiesen und freuen sich über jeden, der mitmacht. An diesem „Schnupperabend“ im evangelischen Gemeindehaus in Aalen können auch Praktikas in den jeweiligen Einrichtungen vereinbart werden.

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