SHW-Aus: Geschichtsvereine befürchten Verlust von Kunstguss-Sammlung

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Gießereibetrieb
In der mittlerweile insolventen Gießerei SHW wird ein Kunstwerk gegossen. (Foto: Markus Lehmann/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem Aus der Traditions-Gießerei Schwäbische Hüttenwerke sorgen sich zwei Aalener Geschichtsvereine, dass alter Eisen-Kunstguss in die Insolvenzmasse fließen und dem Land Baden-Württemberg dadurch Kunstschätze für immer verloren gehen könnten. Auf dem Firmengelände der insolventen SHW CT befinden sich ein denkmalgeschütztes Modellhaus und Museum mit Ofenplatten. Im Fundus sind unter anderem Öfen, Säulen, Plaketten, Büsten, Ornamente, Eisen-Teller und Guss-Formen. Es handelt sich um die größte und bedeutendste Kunstguss-Sammlung Deutschlands, wie Christa Hartmann vom Wasseralfinger Bund für Heimatpflege am Montag erklärte. Nach den Worten von Gießerei-Leiter Wolfgang Seibold ist es befremdlich zu hören, dass nur 40 Prozent der Kunstgussobjekte dem Verein gehören sollen und der Rest in die Insolvenzmasse fließen könnte.

Die ehemaligen Königlichen Hüttenwerke waren das bedeutendste Eisenschmelzwerk im damaligen Württemberg. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1365 zurück. Die Hüttenwerke haben unter anderem Öfen, Büsten, Brunnen, Skulpturen und auch Eisenträger für die Wilhelma hergestellt.

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