Sexistische Werbung unerwünscht

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 Solche Auswüchse wie entlang der Wasseralfinger Wilhelmstraße soll die neue Werbesatzung künftig unterbinden.
Solche Auswüchse wie entlang der Wasseralfinger Wilhelmstraße soll die neue Werbesatzung künftig unterbinden. (Foto: Archiv)
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Die Stadt will etwas gegen große und störende Werbetafeln tun. An den Einfall- und Hauptstraßen ist das bereits geregelt. Nun wird eine Werbesatzung für die Stadtbezirke aufgestellt. Im Wasseralfinger Ortschaftsrat kommt das gut an: Speziell die Plakate in der Wilhelmstraße sorgten im Gremium immer wieder für Ärger. Besonders das Großplakat, das vor einiger Zeit für ein Bordell in Nordrhein-Westfalen geworben hatte.

Wie Ingrid Stoll-Haderer, die Leiterin des Stadtplanungsamts, erklärte, soll es keinen flächendeckenden Ausschluss von großformatiger Werbung geben. E gehe darum, „negative Entwicklungen zu verhindern“ und einen Rahmen zu setzen, um negative Eindrücke wie in der Wilhelmstraße entsprechend zu regeln. Es sei die gleiche Vorgehensweise wie in der Kernstadt und die Satzung richte sich nicht gegen Betriebe vor Ort. Auf Wasseralfinger Markung verläuft das Abgrenzungsgebiet in Nord-Süd-Richtung ungefähr zwischen den „Lederhosen“ und der Kleingartenanlage in den „Kocherwiesen“, in Ost-West-Richtung zwischen den Wohngebieten „Schäle“ und „Sattel“.

Albrecht Jenner (SPD) findet es schade, dass man keinen Einfluss auf den Inhalt der Werbung habe, wenn es sich um sexistische oder frauenfeindliche Botschaften handle. Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) sieht das genauso. Für Josef Anton Fuchs (CDU) ist es „eine logische Konsequenz“, dass man bei der Werbesatzung für die Kernstadt nun auch für die Stadtbezirke nachzieht.

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