Schwerdtner ruft zu Gemeinsamkeit auf

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Mit Geschlossenheit und Gemeinschaft will der ACA die Aalener Innenstadt und ihren Handel stärken.
Mit Geschlossenheit und Gemeinschaft will der ACA die Aalener Innenstadt und ihren Handel stärken. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung
Edwin Hügler

„Wir sind auf einem guten Weg, nur gemeinsam sind wir stark.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende des Vereins Aalen City aktiv (ACA), Eberhard Schwerdtner, bei der Hauptversammlung im Casino der VR-Bank Ostalb die Mitglieder dazu aufgefordert, noch stärker durch gemeinsame Aktionen aufzutreten.

Der Online-Handel mache zwar Sorgen, doch Aalen habe eine attraktive Innenstadt, die es gelte, ständig gezielt in den Fokus zu rücken. Schwerdtner betonte, dass es in Aalen noch relativ viele familiengeführte Geschäfte und eine tolle Außen-Gastronomie gebe. Verbesserungspotenzial sieht er in der City im Hinblick auf eine Ausstattung mit noch mehr Grün und eventuell durch mehr Sitzgelegenheiten. Im ACA gelte es das „Wir-Gefühl“ der über 300 Mitglieder weiter zu stärken. Grundsätzlich bewege sich in Aalen unheimlich viel. „Der Tradition verpflichtet, die Zukunft im Blick“ müsse die Devise sein.

Eine Stadt im Aufschwung

Oberbürgermeister Thilo Rentschler bezeichnete Aalen als eine Stadt im Aufschwung. Er verwies auf rund 100 Millionen an Investitionen in den letzten drei Jahren allein in der Innenstadt und nannte den Kubus, den Sparkassenplatz sowie die Investitionen der Sparkasse und der VR-Bank Ostalb in ihre Gebäude. „In den nächsten Jahren werden hier weitere 50 Millionen investiert“, sagte Rentschler, ohne zu verraten, was er konkret damit meinte.

Als einen wesentlichen Punkt für eine weiterhin prosperierende Innenstadt sieht er zukünftige Frequenzbringer wie das neu gestaltete Ostertag-Gebäude, das Explorhino, das Limesmuseum, das Kaufland in Innenstadtnähe, ein Hotel auf dem Stadtoval und das geplante Kombibad.

Insgesamt gab sich Rentschler optimistisch, dass die Geschäfte in der Aalener City den Kampf gegen den Online-Handel gewinnen. Dabei dürfe man nicht außer Acht lassen, dass einer Untersuchung zufolge gerade bei den über 50-Jährigen die Internetnutzung stark zugenommen habe.

Als wichtige Hebel für eine positive Entwicklung in der Aalener Innenstadt nannte der Oberbürgermeister die Themen Wohnen in der Stadt mit einem angestrebten Anstieg der Einwohnerzahl um 2000 Personen, Mobilität, Freizeit und Tourismus sowie die Hochschule mit einer Start-up-Kultur.

„Erfolgsgeschichte“ Citycard

ACA-Geschäftsführer und City-Manager Reinhard Skusa bezeichnete die Aalener Citycard als eine „Erfolgsgeschichte“. Mit dieser Karte hätten die Geschäfte eine Million Euro an Umsatz generiert, angestrebt seien drei Millionen Euro.

In seinem Ausblick auf die 2018 anstehenden Aktionen erwähnte Skusa den verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai mit Radevent, italienischem Markt und Foodtrucking, Außerdem erhalte jeder Besucher, der mit dem Fahrrad komme, einen Eisgutschein.

Zur generellen Verschönerung der Innenstadt hat der City-Manager 700 Blumenkübel bestellt, die von den Geschäften für 39 Euro erworben werden können.

Freuen darf man sich auch auf die lange Einkaufsnacht am 16. Juni und in Verbindung damit auf den Autosalon am 16. und 17. Juni, auf das Landeskinderturnfest vom 20. bis 22. Juli und auf die Aktion „Aalen City blüht“ ab 29. Juni. Dabei stehen diesmal urzeitliche Tiere im Vordergrund. Während der Fußball-Weltmeisterschaft werden die Aalener Gastronomen in bewährter Form ihre Bildschirme im Freien aufstellen. Im Angebot hat die ACA auch einen Gastroguide für Tagträumer und Nachtschwärmer, wie es Skusa ausdrückte.

„Die Steuerzahler pflegen“

Positive Berichte bei der Hauptversammlung kamen von Wilhelm Schiele als Vertreter des Fachausschusses Angebot und Gestaltung sowie von Kassierer Horst Beißwenger. Der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Ostalb, Hans-Peter-Weber, bezeichnete den Verein Aalen City aktiv (ACA) als einen wichtigen Innenstadt-Akteur. An OB Rentschler richtete er die Bitte, das „Pflänzchen der Steuerzahler zu pflegen und zu hegen“. Die VR-Bank Ostalb habe 2017 immerhin zwei Millionen Euro an Gewerbesteuer bezahlt, davon eine Million Euro an Aalen.

Bei den Neuwahlen wurden Vorsitzender Eberhard Schwerdtner, Kassierer Horst Beißwenger, Schriftführer Gerhard Kayser sowie die Kassenprüfer Wolfgang Haas und Klaus-Peter Walter einstimmig wiedergewählt. Der von Reinhard Skusa präsentierte Haushaltsplan 2018 fand die Zustimmung der Mitglieder.

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