Schubart Gymnasium feiert mit Jubiläumskonzert 15-jähriges Bestehen

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Die Sonne meinte es ganz besonders gut mit Musikern und Publikum.
Die Sonne meinte es ganz besonders gut mit Musikern und Publikum. (Foto: Peter Schlipf)
Gerhard Krehlik

Mit einem Open-Air Konzert auf dem Schulhof hat das Orchester des Schubart Gymnasiums unter der Leitung von Martin Eisner am Sonntagvormittag sein 15-jähriges Bestehen gefeiert.

Bei schlechtem Wetter, so war im Programm zu lesen, sollte das Konzert im Festsaal stattfinden. Diese Frage hat sich freilich an diesem sonnigen Vormittag nicht gestellt. Im Gegenteil, die Sonne meinte es ganz besonders gut mit Musikern und Publikum, wohl dem also, der einen Hut dabei hatte, oder einen der raren Schattenplätze auf dem Schulhof ergattern konnte. Mit von der Partie war die Big Band unter der Leitung von Magnus Bartle. Ein Auftritt im Freien ist vor allem für ein Streichorchester immer ein kleines akustisches Abenteuer. So mancher Ton kann dabei vom Winde verweht werden und die Umgebungsgeräusche, seien es hupende Autos oder bellende Hunde hat man nicht im Griff. Aber es ging alles gut. Mit dem Schulgebäude im Rücken war das rund zwei Dutzend Mitglieder zählende Orchester akustisch perfekt positioniert.

Klassisch und Modern

Martin Eisner, der das Ensemble seit mittlerweile 10 Jahren leitet, hatte ein sommerlich leichtes Programm zusammengestellt und in zwei Blöcke gegliedert. Einmal „ganz klassisch“ mit der Tritsch – Tratsch Polka von Strauß, einem Auszug aus „Carmen“, dem Tanz der Trolle aus der „Peer Gynt Suite“ von Grieg und dem Slawischen Tanz Nr. 8 von Dvorak.

Im modernen Block hörte man unter anderem Songs aus dem Musical „König der Löwen“ und das unverwüstliche „Besame mucho“. Dazu gab es dann noch ganz am Schluss, verstärkt mit ehemaligen Orchestermitgliedern Themen aus „Piraten der Karibik“ und ein Santana Medley.

Das Schulorchester fand sich in beiden musikalischen Genres souverän zurecht, musizierte temperamentvoll und dynamisch kontrastreich in der Tritsch – Tratsch – Polka und im Slawischen Tanz und manövrierte sicher durch die rhythmischen Klippen, die Edvard Griegs Bergkönig in seiner Halle aufgestellt hatte. Emotionale musikalische Gestaltung und ambitionierte Interpretation prägte ebenso die modernen, populären Titel im Programm. Die Big Band unter der Leitung von Magnus Barthle sorgte mit verschiedenen Standards wie etwa dem „Swingin‘ Shepherd Blues“ oder „Brother Ray“, aber auch mit dem sehr anspruchsvollen „Afro Blue“ mit viel Schwung und lockerem Beat für einen reizvollen Kontrast zum Spiel des Streichorchesters.

Verschiedene junge Solisten in der Big Band an der Trompete und vor allem an den Saxophonen ließen dabei immer wieder heiße Soli hören. Die zahlreichen Zuhörer applaudierten begeistert.

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