Mit einem Festgottesdienst in der proppenvollen katholischen Thomaskirche haben zahlreiche Gemeindemitglieder an die Einweihung
Mit einem Festgottesdienst in der proppenvollen katholischen Thomaskirche haben zahlreiche Gemeindemitglieder an die Einweihung des Gotteshauses in Unterrombach vor 30 Jahren durch Weihbischof Bernhard Rieger erinnert. (Foto: Thomas Siedler)
Johannes Müller

Zahlreiche Gläubige sind am Sonntag in die katholische Thomaskirche nach Unterrombach gekommen. Bei einem Festgottesdienst erinnerte sich die Gemeinde an die Einweihung vor 30 Jahren durch Weihbischof Bernhard Rieger. Gefeiert wurde danach mit einem Sektempfang und einer Diaschau in der Kirche.

Weil der Weihbischof vor fünf Jahren mit 90 Jahren gestorben ist, setzte Pfarrer Wolfgang Maiwurm dem fünfjährigen Jannik Bezler die Mitra auf. So war der kleine Jannik nicht nur der „Vertreter“ des Weihbischofs, sondern durfte auch die erste Kerze am Adventskranz entzünden. In seiner Festpredigt überbrachte Pastoralreferent Wolfgang Fimpel Grüße des damaligen Pfarrers Hans Jörg Mangold, der heute im Ruhestand in Neuler lebt und krankheitshalber nicht kommen konnte.

Fimpel integrierte die Gemeinde in vielen Fragen aus der Zeit des Kirchenbaus von Sankt Thomas. Alle, die betroffen waren oder die richtige Antwort wussten, durften sich von ihren Plätzen erheben. Gefragt wurde, wer bei der Einweihung dabei war, wer in Sankt Thomas getauft wurde, wer seine Erstkommunion, seine Firmung oder seine Hochzeit hier erlebte. Jedesmal waren es erstaunlich viele, die aufstehen durften. Sogar unter den Ministranten waren welche, die schon vor 30 Jahren ihren Dienst am Altar versehen haben.

Die Sehnsucht nach Geborgenheit

Aus der Urkunde, die der damalige Dekan Sigbert Baumann 1987 in den Grundstein einmauern ließ, las Fimpel „Zeichen der Zeit“ vor, die von Odilia Sproll formuliert worden waren. Trotz wirtschaftlicher Erfolge sei es eine Zeit der Sinnleere, der Orientierungslosigkeit und der krassen Gegensätze gewesen. Die Menschen hätten sich nach Geborgenheit und letzten Zielen gesehnt.

Die Schulden des Kirchenbaus mit Gesamtkosten von rund 2,6 Millionen Mark seien rasch abbezahlt worden. Die „Bettelprediger“ seien bis an den Bodensee gezogen. Eine deutliche Mehrheit habe sich bei der Abstimmung aus insgesamt 23 Vorschlägen für den Namen Sankt Thomas entschieden. Im Lauf der drei Jahrzehnte sei eine lebendige Gemeinde entstanden, sagte Fimpel, die von vielen Ehrenamtlichen geprägt wurde, darunter besonders viele aktive Frauen.

Die jungen Sänger von A-Chor-De unter Leitung von Cornelia Hirsch gestalteten den Gottesdienst mit modernen, religiösen Liedern in wechselnder Begleitung von Orgel und Keyboard. Pfarrer Maywurm dankte allen kleinen und großen Mitwirkenden aus der Gemeinde. Nach dem Stehempfang zeigte Michael Habermann eine dokumentarische Auswahl seiner Bilder von der Einweihung der Kirche und Höhepunkten aus dem Gemeindeleben.

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