Saisonstart für Ellwanger Motorsportler

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 Florian Spengler in seinem Boliden.
Florian Spengler in seinem Boliden. (Foto: Roland Hasenmueller)
Aalener Nachrichten

2018 galt schon als das spannendste Jahr der seit 2007 ausgetragenen ADAC GT Masters Rennserie. Auch für die neue Saison ist wiederum mit einer enormen Leistungsdichte zu rechnen. 19 Teams mit 31 Fahrzeugen von acht Herstellern kämpfen um den Titel. Dementsprechend groß war mit über 25000 Besuchern das Zuschauerinteresse in der Motorsportarena Oschersleben, die am Wochenende Schauplatz war für den diesjährigen Saisonauftakt.

Florian Spengler und sein neuer italienischer Fahrerkollege Mattia Drudi setzen mit ihrem „EFP Car Collection by TECE-Team“ wieder einen Audi R 8 LMS GT3 ein: „Auch in diesem Jahr halten wir an unserem Grundkonzept mit eigenen Fahrzeugen und einem Technikpartner als Dienstleistung fest. W

ir waren damit in der vergangenen Saison schon ganz erfolgreich, haben aber dennoch ein paar Veränderungen vorgenommen, so sorgt mit Car Collection ein neuer Partner für den technischen Support und mit Mattia Drudi habe ich einen neuen Fahrerkollegen an meiner Seite. Unser Schwesterauto ist mit Pierre Kaffer und Elia Erhart mit der letztjährigen Fahrerpaarung besetzt“, erklärt Spengler die neue Teamzusammensetzung.

Dass der neue Teamkollege ein schneller Fahrer ist, setzte Drudi beim Qualifying eindrucksvoll unter Beweis. So sorgte der 20-jährige Italiener mit Startplatz zwei für eine glänzende Ausgangsposition für das erste Rennen am Samstag. Nach dem Start verlor er zwei Ränge, konnte aber im weiteren Verlauf bei zunächst trockenen Bedingungen diesen Platz bis zum Fahrerwechsel halten.

Florian Spengler nahm das Rennen auf Position sechs auf, machte aber nach drei Runden einen Fehler, der ihn auf Platz acht zurückwarf. „Dann setzte auch noch Regen ein, da habe ich mich zunächst auch gut gehalten. Im weiteren Verlauf hat die Strecke dann aber wieder abgetrocknet, da habe ich mich wohl etwas zu konservativ und vorsichtig verhalten, das hat uns dann sofort drei Ränge gekostet. Auf der anderen Seite will man im allerersten Rennen der Saison nicht gleich derjenige sein, der sein Auto rauswirft.“ so Spengler, der sein Fahrzeug schließlich auf Platz elf ins Ziel fuhr.

Probleme im Regen

Am frühen Sonntagmorgen fand das Zeittraining für den zweiten Lauf statt. Florian Spengler konnte bei schwierigen Bedingungen und regennasser Fahrbahn keinen der vorderen Startplätze erreichen: „Unser Auto war im Regen nicht so perfekt wie auf trockener Fahrbahn. Gegen Ende des Qualifikationstrainings hat es aufgehört zu regnen, da hat mir dann aber letztlich eine Runde gefehlt, wo es für mich noch ein paar Zehntel und bei den superengen Abständen damit gleich einige Plätze nach vorne hätte gehen können. Hätte, wäre, wenn zählt hier aber nicht, Platz 18 muss also reichen,“ kommentierte der Ellwanger seine Leistung.

Im anschließenden Rennen wurde Spenglers Audi gleich von einem Mitbewerber gedreht. Auf dem letzten Platz liegend, konnte er einer während einer Safety-Car-Phase wieder zum Feld aufschließen und drei Ränge gewinnen. Auf Position 27 übergab Spengler an seinen Kollegen Drudi, der ebenfalls weitere Positionen gutmachen konnte, trotz beherzter Fahrweise war für ihn letztlich aber nicht mehr als der 19. Platz zu erreichen.

„Der Anfang ist gemacht, für unser gesamtes Team war es durchaus erfolgreich, unser Schwesterauto landete in Lauf zwei auf Rang neun, wir im ersten Rennen auf Position elf, beide Autos also jeweils in den Punkten. Das wollen wir in drei Wochen im tschechischen Most weiter ausbauen“, so Spengler zum Saisonauftakt in Oschersleben.

Die nächsten Rennläufe finden bereits in drei Wochen vom 17. bis 19. Mai in Most/Tschechien statt.

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