Raus aus dem Scheinwerferlicht

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Training beim VfR - Coach Argirios Gianniki und seine Mannschaft entgehen der Mittagshitze.
Training beim VfR - Coach Argirios Gianniki und seine Mannschaft entgehen der Mittagshitze. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Als wenn nicht schon genug Hitze herrscht, musste Argirios Giannikis zur Mittagszeit unter dem heißen Scheinwerferlicht im Presseraum zur Tat schreiten. Wenn der VfR Aalen am Samstag um 14 Uhr bei der Spielvereinigung Unterhaching antritt, wird es auch heiß hergehen - auf dem Platz und unter der Sonne mit prognostizierten 32 Grad.

Die Hitze, unter denen manche Menschen im Land ächzen, war ein Thema bei der Pressekonferenz - aber eben auch, da es die Profifußballer entscheidend betrifft. Es ging um Wasserhaushalt, Ozon-Werte und nicht zuletzt um das dosierte Training. Das fand in dieser Woche bei dem Fußball-Drittligisten von der Ostalb ein Mal am Tag statt, schon morgens um 9 Uhr. Für den VfR steht schließlich nach der 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Wehen Wiesbaden gleich eine englische Woche an mit dem zweiten Saisonspiel in Unterhaching und dem Heimspiel Nummer zwei am Dienstag gegen die Würzburger Kickers.

Dementsprechend wird auch genauestens auf die Personalien geachtet. Die Männer vom vorigen Samstag, die es gegen Wiesbaden über zwei Drittel des Spiels gut machten, sind wieder eine Option für die Partie im Stadion am Sportpark. Marvin Büyüksakarya - zuletzt Bankdrücker - wird diese nicht sein, da er mit einer Mandel-Entzündung ausfällt.

Ansonsten hat Giannikis genügend Möglichkeiten - bekanntlich nicht mehr die Personalie Myroslav Slavov nach dessen Abgang. Der Angreifer war aber ohnehin noch kein Faktor bei den Aalenern.

Den Gegner vor Probleme stellen

Die neue Spielweise, wie schon gegen Wiesbaden zu sehen, soll mit den vorhandenen Spieler wirken. „Wir wollen den Gegner vor Probleme stellen - und den Gegner stellst du vor Probleme, in dem du aktiv bist. Das Tempo resultiert aus dieser Aktion, aus dieser Aktivität, die die Mannschaft haben muss. Wir haben den Gegner mit unserer Spielweise vor Probleme gestellt“, wirft Giannikis einen Blick zurück auf Wiesbaden aber eben auch voraus.

Nach dem 1:2 blieb „das Gefühl uns selbst geschlagen zu haben“. Doch der Coach sieht seine Mannschaft „auf einem guten Weg“. „Wir wollen unser Spiel durchdrücken.“ Es blieb viel Positives aber auch Negatives hängen: „Die Phasen, in denen wir nicht gut waren, resultierten daraus, dass wir unsauber gespielt haben“, merkt Giannikis an.

Was es gegen Unterhaching zu vermeiden gilt. Den Hachingern ist beim Start eine Überraschung gelungen. Der 3:1-Sieg beim hoch gehandelten Aufsteiger KFC Uerdingen war nicht unbedingt zu erwarten. „Unterhaching ist eine junge Mannschaft, die sich ordentlich verstärkt hat. Trainer Claus Schromm führt die gute Arbeit weiter gut fort. Sie sind sehr spielstark, variabel nach vorne“, weiß Giannikis um den ersten Auswärtsgegner in dieser Saison.

Seine Warnung ist klar: „Jeder der Unterhaching unterschätzt, macht einen Fehler.“ Jeder der Hitze und Sonne unterschätzt auch.

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