Ralph Hasenhüttl bleibt Trainer des VfR Aalen

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Ralph Hasenhüttl bleibt Trainer des Fußball-Zweitligisten VfR Aalen. Das hat der Verein am Freitagnachmittag bestätigt. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Timo Lämmerhirt
Sportredakteur/DigitAalen

Ralph Hasenhüttl bleibt Trainer des Fußball-Zweitligisten VfR Aalen. Das hat der Verein am Freitagnachmittag bestätigt.

Berndt-Ulrich Scholz, Präsident des VfR, hatte angekündigt, dass sich Hasenhüttl bis zum 31. Mai bei ihm persönlich erklären solle, ob er auch in der kommenden Saison auf der Ostalb als Übungsleiter zur Verfügung stehe. Am Freitag, 14 Uhr, empfing der 73-Jährige den Österreicher in seinem Unternehmen in Essingen. Eineinhalb Stunden dauerte die Unterredung, man habe sich ein wenig ausgetauscht, so Hasenhüttl im Anschluss. Viel wollte er nicht erzählen. Braungebrannt, gerade aus dem Dubai-Urlaub ins verregnete Aalen zurückgekehrt, sah er dennoch nicht gerade erholt aus. „Ich habe einen Vertrag und ich habe auch aktuell nicht die Absicht, diesen aufzulösen“, lautete die knappe Aussage Hasenhüttls. Alles Weitere liege nicht in seiner Hand, so der VfR-Trainer weiter. Scholz selbst sagte im Anschluss: „Er hat gesagt: Ich habe Vertrag und ich werde diesen Vertrag erfüllen. Ich freue mich darüber.“

Nach dem letzten Spieltag gegen 1860 München in der Allianz-Arena äußerte sich Hasenhüttl ebenfalls verhalten, wollte sich zu seiner Person nicht äußern. Scholz sagte, man werde Hasenhüttl keine Steine in den Weg legen, wolle dieser nicht beim VfR bleiben. Auch die Fans der Aalener diskutieren seit Wochen über den Verbleib beziehungsweise Nichtverbleib ihres allseits geschätzten Trainers. Nun also die Kehrtwende. Der 45-Jährige bleibt auch in der kommenden Saison Trainer der Schwarz-Weißen, die mittlerweile auch wissen, dass sie die Lizenz für die kommende Spielzeit in der zweithöchsten Spielklasse erhalten werden. Für den wenig erfreuten Gesichtsausdruck Hasenhüttls hatte Scholz eine Erklärung: „Er hatte wohl andere Vorstellungen. Er will den Kader abbauen mit Spielern, die keine Leistungsträger waren.“ Gleichzeitig brauche er aber auch neue Akteure. Da liegt noch viel vor dem Trainer.

Scholz scheint Hasenhüttl bezüglich des Kaders nun freie Hand zu lassen. Auf die Frage, ob es da ein Kompetenzgerangel zwischen Hasenhüttl und Sportdirektor Markus Schupp geben könnte, sagte Aalens Präsident nur: „Das ist sein Problem.“ Die Spannungen zwischen Schupp und Hasenhüttl sind nicht unbekannt. „Aufgrund dieser Spannungen muss auch noch ein Gespräch mit Herrn Schupp stattfinden“, machte Scholz aus diesen ebenfalls keinen Hehl. Dies könne in alle Richtungen gehen, so Scholz weiter. Auf die Frage, ob Schupp und Hasenhüttl die Kaderplanung nun gemeinsam vornehmen werden, sagte Scholz nur: „Wahrscheinlich nicht. Das müssen wir noch klären.“

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