Polizei warnt vor Fake-SMS falscher Paketzusteller

 Finger weg: Wer aktuell solche oder ähnliche SMS bekommt, löscht sie besser sofort und klickt keinesfalls auf Links.
Finger weg: Wer aktuell solche oder ähnliche SMS bekommt, löscht sie besser sofort und klickt keinesfalls auf Links. (Foto: Till Simon Nagel/dpa)
Aalener Nachrichten

Viele Geschäfte sind zu, der Onlinehandel boomt. Dass aktuell viele Menschen auf den Paketdienst warten, nutzen Betrüger für eine perfide Masche, um per SMS an Daten auf dem Smartphone und eventuell auch an Geld zu gelangen.

Betrüger machen sich die in der Corona-Pandemie gestiegene hohe Nachfrage beim Onlinehandel zunutze: Viele Menschen erwarten tatsächlich ein Paket. Wenn sie per Textnachricht über eine bevorstehende Zustellung informiert werden, folgen sie in der Regel der Aufforderung, den in der SMS enthaltenen Link anzutippen.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen kam es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Fällen, bei den Bürgerinnen und Bürger per SMS über eine vermeintliche Paketzustellung informiert wurden.

Mit dieser Masche, auch Smishing genannt, versuchen sich Betrüger Zugang zu den Smartphones ihrer Opfer zu verschaffen. Smishing ist eine Wortschöpfung aus SMS und der Bezeichnung einer anderen Betrugsmasche, dem Phishing. Die Betrugsmasche läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Die Betrüger verschicken eine SMS. Darin steht, dass ein Paket verschickt wurde. Sie fordern den Empfänger dazu auf, einen Link anzuklicken. Über den Link soll der Empfänger über den Ablageort des Paketsinformiert werden. Oder der Empfänger soll den Paketversand über den Link einfach nur bestätigen.

Wenn auf den Link geklickt wird, wird eine Schadsoftware auf das Handy der Opfer geladen, mit der das Smartphone ferngesteuert werden kann.

Die Polizei rät, unter keinen Umständen auf den Link zu tippen.

Darüber hinaus gilt beim Erhalt einer solchen Nachricht, die SMS gleich zu löschen. Fragt das Telefon, ob eine App installiert werden soll, sollten die Nutzer dies auf keinen Fall bestätigen. Ratsam ist es auch, über den Mobilfunkanbieter eine Drittanbieter-Sperre einzurichten.

App installiert? Flugmodus einschalten

Falls auf dem Handy bereits die App installiert wurde, sollte der Flugmodus eingeschaltet werden, damit das Gerät keine Befehle von außen empfangen und keine SMS versenden kann. Ebenso sollte der Mobilfunk-Betreiber kontaktiert und über das Problem informiert werden. Dabei sollten die Anwender auch fragen, ob bereits Kosten entstanden sind.

Ebenso sollte sofort eine Drittanbietersperre eingerichtet werden. Last but not least: Rufen Sie die Polizei unter 110 oder gehen Sie auf die nächstgelegene Polizeidienststelle. Sichern Sie in einem Backup all Ihre Daten, Bilder, Videos und eventuell auch Einstellungen. Anschließend sollten Sie Ihr Smartphone auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Dadurch werden alle Apps und Daten gelöscht, die beim Kauf des Handys nicht vorhanden waren. Ändern Sie alle Passwörter, aktivieren Sie auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei allen Konten, die diese Funktion unterstützen.

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr zum Thema

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Hier finden Sie freie Impftermine in der Region

Die Zwangspause ist vorbei: Wochenlang hat die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zu Jahresbeginn Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Der Erfolg war groß. Doch als die Schere zwischen den wenigen Impfstoff-Lieferungen und der starken Nachfrage nach Terminen immer größer wurde, musste der Service für einige Wochen eingestellt werden.

Das ist jetzt vorbei, die Impftermin-Ampel ist wieder da. Sie zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt.

Schon wieder ist ein Geschäftsführerposten bei der Oberschwabenklinik vakant.

Was ist da los an der Oberschwabenklinik? OSK trennt sich von Geschäftsführerin

Was ist da los an der Oberschwabenklinik? Nach gerade mal zehn Wochen ist die neue Geschäftsführerin, Petra Hohmann, schon wieder weg.

Nach SZ-Informationen passte es nicht in der Zusammenarbeit zwischen ihr und dem gleichberechtigten Geschäftsführer Oliver Adolph. Der Aufsichtsrat zog nun offenbar die Konsequenzen und trennte sich in beiderseitigem Einvernehmen von der 51-jährigen Rheinländerin.

Hoffnung auf Neubeginn Dabei hatte man bei der OSK eigentlich Hoffnung geschöpft, dass die jahrelangen Querelen in der ...

Die Zahl neuer positiver Fälle bleibt recht hoch.

Inzidenz im Kreis Ravensburg liegt vor dem Start der Ausgangssperre bei 150

Von Mittwoch an gilt auch im Landkreis Ravensburg die nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr.

Am Tag zuvor ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut Landesgesundheitsamt zumindest leicht gesunken: von 155,2 nach dem Wochenende auf 150,3 am Dienstag. 86 weitere positive Tests meldete das Gesundheitsamt des Kreises am Abend. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie jetzt mehr als 9000 Menschen im Landkreis Ravensburg nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Mehr Themen