Plötzlich in den Abgrund geschaut

Lesedauer: 5 Min
 Weiter in der 2. Liga am Schießstand (von links): Frank Krauß, Michael Weckert, Monika Kleiser, Andreas Stock, Erwin Singvogel
Weiter in der 2. Liga am Schießstand (von links): Frank Krauß, Michael Weckert, Monika Kleiser, Andreas Stock, Erwin Singvogel und Thomas Singvogel. (Foto: SKam)
Aalener Nachrichten

Ein spannender Saisonabschluss für die SKam Aalen-Nesslau in der 2. Bundesliga Südwest Luftpistole. Vor dem letzten Wettkampf drohte der Abstieg, zum Abschluss landete Nesslau dann aber sogar auf Platz 3.

Vor dem letzten Wettkampftag lagen sechs von acht Mannschaften so dicht zusammen, dass vom Vizemeistertitel bis zum Abstiegsplatz alles möglich war. Auch die SKam Aalen-Nesslau befand sich in dieser Gruppe.

Erster Gegner war der Tabellenletzte SV Oberkirch. Entsprechend groß waren die Hoffnungen der Nesslauer Schützen, dass mit einem Sieg in diesem Wettkampf der Klassenerhalt gesichert werden konnte. Es kam aber anders als gedacht: Oberkirch drehte richtig auf und schoss den stärksten Wettkampf in dieser Saison. Schnell war klar, dass Thomas Singvogel und Michael Weckert gegen ihre beiden Gegner keine Chance hatten.

Die große Überraschung

Thomas Singvogel verlor mit 362:373 Ringen gegen Christof Eggs und Weckert musste sich mit 361:372 Ringen gegen Martin van der Grinten geschlagen geben. Enger war es bei Monika Kleiser und Andreas Stock. Stock erzielte starke 371 Ringe, verlor aber dennoch gegen Christoph End (375 Ringe) und auch Monika musste sich mit 366:369 Ringen gegen Daniel Lamm geschlagen geben.

Nur Erwin Singvogel konnte sein Duell gegen Adrian Meier mit 367:362 Ringen gewinnen und holte einen Ehrenpunkt für Aalen-Nesslau. Durch diese hohe 1:4-Niederlage rutschte Aalen in der Tabelle auf Platz 6 ab, punktgleich mit dem SSV Sandhausen auf Platz 7. Im zweiten Wettkampf gewann der Tabellenführer TSV Ötlingen mit 4:1 gegen den SV Eckartshausen.

Dann aber die große Überraschung: der SV Oberkirch konnte sich im dritten Wettkampf des Tages gegen den Tabellenführer TSV Ötlingen durchsetzen und hatte jetzt auf einmal sogar noch Chancen auf den Klassenerhalt.

Zeitgleich gewann der SSV Sandhausen am anderen Wettkampfort mit 4:1 gegen den SV Walldorf. Damit war die Gesamtsituation für Aalen noch ernster: bei einer Niederlage gegen den SV Eckartshausen würde Aalen auf den letzten Tabellenplatz zurückfallen und müsste direkt absteigen. Aber selbst bei einem knappen 3:2-Sieg war der Klassenerhalt noch nicht sicher. Dann käme es darauf an, wie die zeitgleiche Begegnung zwischen der SGi Ludwigsburg II und dem SV Willmandingen ausgeht.

Nesslauer Schützen stark

Trotz dieses Drucks begannen die meisten Nesslauer Schützen stark. Andreas Stock erzielte in der ersten Serie 96 Ringe und hatte damit bereits nach den ersten 10 Wettkampfschüssen 11 Ringe Vorsprung gegenüber seinem Gegner Dirk Dinkel. Auch Michael Weckert und Erwin Singvogel kamen gut in den Wettkampf und erzielten in der ersten Serie jeweils 94 Ringe. Ihre Gegner Friedrich Burkert und Gerhard Stark waren mit jeweils 92 Ringen aber nur unwesentlich schwächer.

Monika Kleiser lag knapp mit 91:92 Ringen gegen Max Brenner zurück und Thomas Singvogel hatte nach schwachen 84 Ringen zum Auftakt kaum noch Chancen gegen Andre Miklis, der mit 92 Ringen begann. Im Laufe des Wettkampfes konnten Andreas Stock, Michael Weckert und Erwin Singvogel ihren Vorsprung sichern und ausbauen. Stock gewann ungefährdet mit 374:337 Ringen, Weckert konnte sich knapp mit 371:368 Ringen durchsetzen und Erwin gewann mit 364:357 Ringen.

Monika Kleiser lag zur Halbzeit mit ihrem Gegner gleich auf, konnte sich dann aber in der zweiten Wettkampfhälfte steigern und gewann mit 368:361 Ringen. Nur Thomas musste sich mit 356:366 Ringen geschlagen geben. Damit gewann die SKam Aalen-Nesslau mit 4:1 und war nun genau punktgleich mit dem SSV Sandhausen und dem SV Walldorf.

In diesem Fall zählt der direkte Vergleich und Nesslau hatte die Wettkämpfe gegen Sandhausen und Walldorf gewonnen. Damit überholte die SKam Aalen-Nesslau diese beiden Mannschaften noch. Das Ziel, der Klassenerhalt, war geschafft.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen