Philipp Riederl reist als Aufklärer durchs Land

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Ganz wie ein Großer: Beim Referieren ist Philipp Riederle in seinem Element. (Foto: Kullmann)

Derzeit büffelt er zwar fürs Abi, nebenbei findet Philipp Riederle aber dennoch genügend Zeit, sich um sein Unternehmen „Phipz Media“ zu kümmern. Aufgabenschwerpunkt: Konzeptionierung, Produktion und Multiplikation neuer Medien. Das liegt im Trend, entsprechend hoch schätzen Jugendliche die damit verbundenen Jobs. Vorm PC sitzen, für andere Ideen realisieren, sich in sozialen Netzwerken tummeln – für viele ein Traum, insbesondere dann, wenn darüber erkleckliche Summen ins Portemonnaie fließen. Philipp Riederle scheint es diesbezüglich geschafft zu haben. Bei zahlreichen Besuchern in der Aula der Hochschule Aalen gilt er als cool. Viele kennen ihn übers Netz, über Facebook und Co. Jetzt erleben sie ihn in der proppenvollen Hochschul-Aula hautnah.

„Social Media - mehr als nur ein Kommunikationstrend!“, heißt die Riederle-Mission, die der smart wirkende Jungunternehmer professionell angeht. Er redet viel, ist mit seinen nur wenigen Jahren älteren Zuhörern gleich per „Du“. Dass er denen weder Internet noch soziale Netzwerke erläutern muss, versteht sich. So konzentriert er sich auf das Wesentliche, auf Wissenswertes, aber auch auf Allgemeinplätze. Er kämpft dabei gegen Vorurteile und schafft gelegentlich selbst welche.

Philipp Riederle habe sein Wissen nicht aus Fachbüchern, sondern durch alltägliche Praxis erworben, hebt der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Matthias Beißwenger bei seiner Begrüßung hervor. Riederle sieht sich dementsprechend als Ausnahmetalent. Als erfolgreiches. Immerhin bekam er vor zwei Monaten als bisher jüngster Absolvent das Zertifikat „Professional Speaker“ der Steinbeis-Hochschule Berlin und er hat zwischenzeitlich so manch ein Großunternehmen in seiner Kundenkartei.

Als Aufklärer reist er quer durch die Republik zu Fachkongressen, Medienkonferenzen und Unternehmensveranstaltungen. Sein Herzensthemen „Social Media“ und „Generation Y“. Dass er schon immer gerne gesprochen habe, belegt er mit dem Hinweis: „Meine Eltern hätten mich als Kleinkind am liebsten weggesperrt, weil ich damals schon ununterbrochen redete.“ Über was, sei dahingestellt. An der Hochschule zeigt er jedenfalls, dass er über das Kommunikations- und Medienverhalten seiner Generation Bescheid weiß. Riederle räumt mit beliebten Vorurteilen gegenüber Computer benutzenden Jugendlichen auf, empfiehlt zugleich Unternehmern und Werbestrategen sich dem Verhaltensmuster Jugendlicher anzupassen. „Nur wer deren Sprache spricht und sich in ihren Netzwerken bewegt, hat eine Chance“, glaubt er.

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