Parkhäuser in Aalen sind fast voll belegt

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 Um das Parken in Aalen noch attraktiver zu machen, plant die Stadt eine Verbesserung des Parkleitsystems. Damit soll der unnöti
Um das Parken in Aalen noch attraktiver zu machen, plant die Stadt eine Verbesserung des Parkleitsystems. Damit soll der unnötige Park- und Suchverkehr verhindert werden. (Foto: Thomas Siedler)
Redakteurin/DigitAalen

Das Parkkonzept in Aalen ist gut. Allerdings gibt es noch Punkte, die verbessert werden können. So lautet das Zwischenfazit des Fraunhofer Instituts, das die Stadt Aalen mit der Untersuchung der Parksituation in der Kreisstadt beauftragt hat. Bewährt habe sich auch die Einführung des 20-minütigen Brötchentarifs und des Bus- und Parkchips. Dadurch sei die Frequenz in allen von den Stadtwerken betriebenen Parkhäusern gesteigert worden, sagte OB Thilo Rentschler bei einem Pressegespräch am Mittwoch im Rathaus.

Das Thema Parken sei ein wichtiger Baustein innerhalb des Zehn-Punkte-Programms für eine stärkere City. Um dieses noch weiter zu optimieren, sei das Fraunhofer Institut ins Boot geholt werden, das auch intensiv die oberirdischen Parkplätze unter die Lupe nimmt. Denn diese kurz frequentierten Plätze seien für den Handel wichtig. Sie müssten auf lange Sicht so organisiert und optimiert werden, dass sie möglichst viel Frequenz in die Innenstadt bringen, sagte Rentschler.

Weiteres Parkhaus ist notwendig

Positiv ausgewirkt habe sich die Einführung des Bus- und Parkchips, von dem bislang rund 28 000 Stück ausgegeben worden seien, und die Tatsache, dass die Besucher der Innenstadt wieder 20 Minuten kostenfrei in den Parkhäusern parken können. Dadurch habe sich die dortige Frequenz erheblich gesteigert. Die Auslastung in allen Parkhäusern sei von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr von 18,9 Prozent auf 28,3 Prozent gestiegen, sagte Wolfgang Weiß, Geschäftsführer der Stadtwerke. Unterm Strich seien alle Parkhäuser zu 80 Prozent belegt, in Spitzenzeiten wie an Wochenmarkttagen sogar zu 100 Prozent.

Dieses sensationelle Ergebnis ist für Rentschler ein weiterer Beweis dafür, dass an einem zusätzlichen Parkhaus auf dem Gaskessel-Areal kein Weg vorbeiführt. Derzeit angefragt würden Händler, Dienstleister und Gastronomen in der Innenstadt auch nach ihrem Bedarf an Parkmöglichkeiten, um die Wichtigkeit eines zusätzlichen Parkhauses für den Gemeinderat zu untermauern.

Verbessert werden soll in naher Zukunft auch das dynamische Parkleitsystem, um vor allem an stark frequentierten Tagen unnötigen Park- und Suchverkehr zu vermeiden. In dieses System eingebunden werden sollen laut Rentschler nicht nur die Parkhäuser der Stadtwerke, sondern auch das Mercatura-Parkhaus und die Parkmöglichkeiten beim Landratsamt, die am Wochenende zur Verfügung stehen.

Aufrüsten werden auch die Stadtwerke. Die Car-Sharing-Flotte soll ebenso ausgebaut werden wie die bislang 16 Ladestationen für E-Autos. Solche sollen in allen Stadtbezirken installiert werden. Den Anfang mache der Berliner Platz an der Stadthalle, sagt Weiß.

Weitere Lösungsvorschläge für eine wachsende und sich ausdehnende Innenstadt erhoffen sich die Stadt und der Innenstadtverein Aalen City aktiv (ACA) durch die Untersuchung des Fraunhofer Instituts. Dieses bemängele neben Wildparkern unter anderem, dass Top-Parkhäuser wie der Reichsstädter Markt von zu vielen Dauerparkern belegt würden oder dass diese die Plätze in den unteren Etagen für Besucher der City blockieren würden, sagte Citymanager Reinhard Skusa.

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