Papierfabrik Palm installiert innovativen Schornstein

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Aalener Nachrichten

In den vergangenen Wochen wurde der Schornstein der neuen Papierfabrik von Palm in Neukochen errichtet. Ein Raupenkran mit einer Traglast von 500 Tonnen und einem 100 Meter langen Ausleger hat den Schornstein vor Ort zusammengesetzt.

Mit der Firma Siegle aus Schwäbisch Gmünd, die den innovativen Schornstein geliefert hat, erhielt ein weiterer lokaler Lieferant einen Großauftrag für den Bau der neuen Papierfabrik. Die einzelnen Teile mit einer Höhe von jeweils 4,50 Metern und einem Durchmesser von 6,20 Metern wurden mit Schwertransporten nachts auf die Baustelle von Palm gefahren. Tagsüber wurden die jeweils etwa zwölf Tonnen schweren Teile mit dem großen Kran auf das Kraftwerk gehoben. Der neue Kamin ist wie der bisherige insgesamt 65 Meter hoch. Er ragt um 30 Meter über das Kraftwerksgebäude hinaus.

Um die neue Papierfabrik für die Nachbarn so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, hat Palm einen innovativen Schornstein entwickelt. Die Weltneuheit basiert darauf, dass der Dampf zusammen mit der Abluft des Kraftwerkes in einen gemeinsamen Kamin abgeleitet wird. Aufgrund der Wärmeangleichung der verschiedenen Ströme wird der Wasserdampf aus der Papiertrocknung am Austritt des Schornsteins nicht mehr sichtbar sein. Da der Schornstein alle Abluftströme aufnehmen muss, besteht er aus vier Röhren und hat einen Außendurchmesser von 6,20 Metern. Palm ist damit Vorreiter für eine umweltfreundliche Technik in der Papiererzeugung.

Der alte Schornstein, der noch aus Ziegeln besteht, wird im Sommer 2021 abgerissen. Zur bestmöglichen Verwertung der Materialien wird er nicht publikumswirksam gesprengt, sondern Stück um Stück abgebrochen.

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