Ostalbkreis setzt luca-App ein

 Landrat Joachim Bläse wirbt für den Einsatz der luca-App: Kunden der Zulassungsbehörde - hier Aalen - können ab sofort vor dem
Landrat Joachim Bläse wirbt für den Einsatz der luca-App: Kunden der Zulassungsbehörde - hier Aalen - können ab sofort vor dem Betreten der Dienststelle einen QR-Code scannen und ihren Aufenthalt dokumentieren. (Foto: Landratsamt Ostalbkreis)
Aalener Nachrichten

Ab sofort kann das Gesundheitsamt des Ostalbkreises Daten der luca-App elektronisch empfangen und für die Kontaktpersonennachverfolgung nutzen. In den eigenen Dienststellen mit viel Publikumsverkehr hat die Kreisverwaltung bereits die Voraussetzungen für den Einsatz der App geschaffen und QR-Codes ausgehängt, die die Kunden scannen und damit ihren Aufenthalt im Landratsamt dokumentieren können.

Wie das Landratsamt mitteilt, ist ein Ziel der möglichst weit verbreitete Einsatz der App, um der bisherigen Zettelwirtschaft bei der Kontaktdatenerfassung ein Ende zu setzen und dem Gesundheitsamt die aufwändige Nachverfolgung zu erleichtern. „Jetzt im Lockdown ist Zeit, sich auf sinkende Inzidenzwerte und die Öffnung von sonstigem Einzelhandel, Gastronomie und Kultur vorzubereiten. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger sowie insbesondere Gewerbe, Dienstleistungsbetriebe, Veranstalter im Kulturbereich und Gastronomen unser Gesundheitsamt zu unterstützen und bei sich die Voraussetzungen für den Einsatz der luca-App zu schaffen!“, so Landrat Dr. Joachim Bläse.

Mit der Beschaffung von Lizenzen hat das Land Baden-Württemberg die Voraussetzungen für den flächendeckenden Einsatz im Land geschaffen. Der Landesbeauftragte für Datenschutz Stefan Brink hat die luca-App hinsichtlich der rechtlichen und technischen Datenschutzkonformität überprüft. Im Ergebnis sei die App „datenschutzkonform nutzbar und erfüllt die Zwecke der Beschleunigung der Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter und der datenschutzrechtlichen Verbesserung der Kontakterfassung durch Betreiber von gewerblichen, sozialen und künstlerischen Stätten und Veranstaltungen.“

Und so funktiniert es: Besucher können sich einfach mit der App bei den teilnehmenden Betrieben durch Abscannen des bereitgestellten QR-Codes für die Dauer des Besuches mit dem Smartphone registrieren. Im Bedarfsfall können diese Daten - mit Einwilligung des Nutzers oder des Betriebes - vom Gesundheitsamt für die letzten 14 Tage angefordert und entschlüsselt werden. Die Kontaktdaten der Kunden können durch die Betriebe selbst nicht eingesehen werden.

Die Nutzung der App ist kostenfrei und soll weitgehend die Kontaktlisten in Papierform ablösen. Auch für private Treffen kann ein QR-Code erstellt und die App genutzt werden.

Der luca-Schlüsselanhänger ist das analoge Gegenstück zur luca-App. Der Schlüsselanhänger ist gedacht als Alternative für Nutzer, die kein Smartphone haben und regelmäßig luca-Standorte besuchen. In diesem Fall müsste ein QR-Code auf dem Schlüsselanhänger durch den besuchten Betrieb eingescannt werden.

Privatpersonen können die luca-App direkt im App-Store des entsprechenden Smartphone-Herstellers herunterladen und sich registrieren.

Interessierte Betriebe, Ladengeschäfte und Veranstalter können sich auf der Homepage des Anbieters www.luca-App.de informieren und ihr Unternehmen mit wenigen Klicks registrieren. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unser Gesundheitsamt selbst keine Beratung der Betriebe anbieten kann. Wenden Sie sich im Bedarfsfall an Ihre Kammer oder Ihren Verband“, so Bläse.

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