OB wehrt sich gegen Traub: „Ich werde fuchsteufelswild“

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Die Ebnater hoffen auf einen schnellen Bau der geplanten Nordumfahrung.
Die Ebnater hoffen auf einen schnellen Bau der geplanten Nordumfahrung. (Foto: Archiv Thomas Siedler)

Mit kryptischen Äußerungen über eine mögliche Verschiebung des Baus der Nordumfahrung Ebnat hat Ortsvorsteher und Stadtrat Manfred Traub (CDU) Oberbürgermeister Thilo Rentschler in Rage versetzt. Er habe, so sagte Traub am Donnerstag im Technischen Ausschuss des Gemeinderats, „Signale“, dass die Stadt Aalen „Unternehmungen“ voranbringe, den Baubeginn der Nordumfahrung zu verschieben oder gar ganz wegzuschieben. Möglicherweise solle sogar die ganze Trasse wieder infrage gestellt werden.

OB Thilo Rentschler konterte gleich zu Beginn relativ herzhaft: „Das ist Irrsinn, was da im Raum steht.“ Die Stadt Aalen halte sich an alle Beschlüsse zur Ebnater Nordumfahrung. Sie habe alles getan, dass dafür Baurecht herrsche. Und wenn jemand seine Hausaufgaben in Sachen Nordumfahrung gemacht habe, sei es die Stadt Aalen gewesen. Weshalb er jeden Vorwurf gegen sie entschieden zurückweise. Dass es in Unterkochen immer wieder Überlegungen gebe, ob die künftige Aufstiegstrasse zur Autobahn in Form der B29a wirklich die beste Lösung sei, das sei nichts Neues. Der schwierigste Abstimmungsprozess, so räumte Rentschler dabei ein, sei in der Tat die Planung des vorgesehenen Kreisverkehrs in Unterkochen am Beginn der Ebnater Steige. Bekannt sei auch, dass der Bund inzwischen nur noch komplett durchgeplante Strecken in einem Stück finanzieren wolle. Ob dieser mögliche Kurswechsel auch die B29a samt Ebnater Nordumfahrung treffe, müsse man herausfinden.

Rentschler forderte Traub auf, seine Quellen für derlei Aussagen zu nennen. Der aber wollte noch klarere Aussagen vom OB haben und fragte nach, ob die gesamte Stadtverwaltung den Spatenstich für die Nordumfahrung Ebnat „möglichst noch gestern“ haben wolle. „Das muss was ziemlich schräg rübergekommen sein, sonst könnten Sie nicht so fragen“, so Rentschlers Antwort. Der dann versicherte, er könne den Willen zu einem baldmöglichsten Baubeginn der Nordumfahrung für die gesamte politische Ebene im Rathaus zusagen. „Die Nordumfahrung ist die unumstrittenste Sache überhaupt“, schob der OB nach. „Aber wenn Sie uns etwas in die Schuhe schieben wollen, dann werde ich fuchsteufelswild“, so seine Ansage an Traub.

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