Normand Deschênes besteht Dirigentendebüt

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 In der Woellwarth-Halle debütierte beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Fachsenfeld dessen neuer Dirigent Normand Deschênes.
In der Woellwarth-Halle debütierte beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Fachsenfeld dessen neuer Dirigent Normand Deschênes. (Foto: Dieter Volckart)
Dieter Volckart

Draußen vermischen sich dicke und schwere Schneeflocken mit Regentropfen – drinnen in der fast ausverkauften Woellwarth-Halle verbreitet der Musikverein Fachsenfeld bei seinem Frühjahrskonzert auf der blütengeschmückten Bühne wohlige Wärme. „Highlights aus Theater und Musical“ haben die Musiker um Normand Deschênes für ihre Besucher einstudiert.

Zuvor jedoch hat Verena Vogel ihre „Primusicus“-Jugendlichen auf die Bühne geleitet. Als Vororchester durften sie den Abend mit „Olympic Spirit“ eröffnen. Nach dem olympischen Motto „Dabeisein ist alles“ erfreuten ihre Musiker mit dem Charts-Stürmer „Thinking out Loud“ genauso das Publikum wie mit „The great Escape“ und natürlich einer vehement geforderten Zugabe.

Dann waren die Besucher gespannt, wie Normand Deschênes seine Premiere bei einem Frühjahrskonzert mit dem aktiven Orchester bestehen würde. Dem viel versprechenden Beifall zufolge und dem nach einem Begrüßungsmarsch dargebotenen Medley aus einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, „My Fair Lady“, waren die Fachsenfelder sehr angetan. Sind doch die Songs von Frederick Loewe allesamt präsent und so sattsam bekannt, dass der Funke einfach überspringen musste. Ganz anders, der Handlung entsprechend, herrschten bei „Elisabeth“ Mollklänge und Dramatik vor. Mit der „Lustigen Witwe“ entließ der Musikverein seine Besucher mit Melodien aus einer der meist aufgeführten und damit auch erfolgreichsten Operetten in die Pause.

Opern- und Musicalklänge beherrschten auch den zweiten Teil des Abends. Da überraschten Musiker und Dirigent mit einer außergewöhnlichen Auswahl, neuen Arrangements und überraschenden Tempi bei Leonard Bernsteins Erfolgsmusical „West Side Story“ ebenso wie bei Bizets „Carmen“, ganz besonders jedoch bei „Jesus Christ Superstar“, dem Meisterwerk Andrew Lloyd Webbers. Volkstümliche Weisen dominierten im „Weißen Rössl“, aus dem der Musikverein zum Schluss in einer Bearbeitung von Stefan Schwalgin die schönsten Ohrwürmer präsentierte. Mehrere Zu-gaben und reicher Beifall belohnten das Orchester und seinen neuen Dirigenten Normand Deschênes für ein glänzend gelungenes Frühjahrskonzert.

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