Nittel: „Wow, ich kann es immer noch nicht glauben“

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Tom Nittel.
Tom Nittel. (Foto: Tom Nittel)
Aalener Nachrichten

So kann es für den gerade 18 Jahre alt gewordenen Tom Nittel aus Adelmannsfelden/Hirschberg gerne weitergehen. Seine erste Motorsport-Saison beendete er mit drei Titeln und einem vierten Platz. „Wow, ich kann es immer noch nicht so richtig glauben“, strahlt Nittel. In seiner Premieren-Saison nahm er an den Rundstreckenrennen des DMV BMW318ti Cup und der DMV BMW Challenge teil, die immer an gemeinsamen Renn-Wochenenden ausgetragen werden.

Als Sportgeräte dienen BMW 318ti, ein Model, dass auf dem Gebrauchtwagenmarkt günstig zu erstehen ist. Mit den serienmäßigen 140 PS Motorleistung, genau reglementierten leichten Veränderungen und limitierten Einheitsreifen bleiben die Kosten überschaubar. Nur an der Sicherheitseinrichtung wie Überrollkäfig, Schalensitz oder Mehrpunktgurten wird nicht gespart. Mit dem zweistündigen Hauptrennen im 318tiCup und den beiden je 30-minütigen Sprintrennen in der Challenge gibt es zusammen mit den Trainings und Qualifyings viele Gelegenheiten, praktische Rennsport-Erfahrung zu sammeln.

„Das bietet mir die große Chance, als Neueinsteiger zu lernen, wie man sich in einem Feld mit gut 40 Teilnehmern auf identischen Autos durchsetzen kann“, erläutert der Schüler. Gelungen ist ihm dies in einer überzeugenden Art. Obwohl aufgrund der Corona-Pandemie nur drei der geplanten fünf Renn-Wochenenden ausgetragen wurden, konnte er sich schnell etablieren. Als am Ende die Punkte addiert wurden standen für ihn der Sieg in DMV BMW Challenge, der erste Platz im DMV BMW 318 ti Sprint Cup und der Team-Wertung fest. Unter den 42 eingeschriebenen Teams, die im DMV BMW 318ti Cup die Zweistunden-Rennen bestreiten, belegt er auf Anhieb den vierten Platz und verpasste das Podium nur knapp.

Der Sohn des früheren Rallye-Profis und Gruppe-N Vize-Weltmeisters Uwe Nittel plant für 2021 erneut die Teilnahme an den DMV BMW-Rennwochenenden. „Ich muss noch viel Rennerfahrung sammeln, dafür ist diese Serie mit vielen Teilnehmern auf identischen Autos einfach genial. Ich habe großen Respekt vor den Rennsituationen, aber der Kampf Rad an Rad um die Plätze macht auch riesigen Spaß“, ist Tom Nittel begeistert.

Einen Traum hat der Youngster: „Einen Testtag oder sogar ein Rennen auf einem richtig leistungsstarken GT4-Boliden bestreiten zu dürfen, das hätte wirklich was.“ Wer weiß, wo ihn sein Weg noch hinführen wird, der Auftakt in dieser Saison war jedenfalls sehr vielversprechend.

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