Nicht mit dem Spazierstock auf den Platz

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Mit der richtigen Einstellung soll Matthias Morys und dem VfR Aalen gegen Bremen II die Wiedergutmachung gelingen.
Mit der richtigen Einstellung soll Matthias Morys und dem VfR Aalen gegen Bremen II die Wiedergutmachung gelingen. (Foto: Peter Schlipf)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur/DigitAalen

Der Gegner Werder Bremen II:

Mit 20 Punkten muss die Reserve der Bundesligaelf von Werder Bremen wohl am Ende der Saison die Segel in der 3. Liga streichen. Seit 28 Spiele wartet die Mannschaft von Trainer Sven Hübscher auf ein Erfolgserlebnis. Zuletzt verloren die Bremer knapp mit 2:3 gegen die Sportfreunde aus Lotte. „Die Bremer waren dabei keinen Millimeter schlechter als die Sportfreunde“, sagt VfR-Trainer Peter Vollmann. Die Bundesliga-Reserve hat bei 28 eigenen Treffer bislang 54 Gegentreffer kassiert.

„Alle waren betroffen und alle waren sauer“, sagt VfR-Trainer Peter Vollmann und liefert damit einen Einblick in das Seelenleben der Spieler am ersten Trainingstag nach der 0:5-Klatsche gegen Paderborn. Wieder einmal hat sich der VfR Aalen nach Rückstand in sein Schicksal gefügt und die nötige Einstellung vermissen lassen. Nun wartet am Freitagabend (19 Uhr) in Bremen der Tabellenletzte Werder II auf die Aalener.

20 Punkte haben die Bremer bislang ergattert und haben den Aalenern dennoch eines Voraus: „Sie spielen immer mit 100 Prozent und haben bislang keine Klatsche kassiert“, sagt Vollmann. Keine Frage, die Niederlagen gegen Magdeburg (1:6) oder Paderborn (0:5) haben Spuren hinterlassen beim erfahrenen Coach der Aalener. „Wir haben vor den Spielen klare Vereinbarungen getroffen“, so Vollmann weiter. Diese wurden aber nicht eingehalten und so mussten die Aalener Spieler sich wieder einmal in einer „kurzen Videoanalyse“ schonungslos ihre Fehler vor Augen führen lassen. „Gerade bei den ersten beiden Tore musste der Gegner gar nicht viel machen, um zu treffen“, sagt Vollmann und fügt an: „Nach dem 0:3 hat dann auch die Einstellung nicht mehr gepasst.“

Einer der besonders in Kritik stand war Lukas Lämmel, der am vergangenen Samstag in keiner Weise seine zugedachte Rolle erfüllte. „Klar, er ist kein Sechser und er wäre besser auf der zehner Position aufgehoben. Aber wir hatten keinen anderen Spieler, den wir dort spielen lassen konnten. Dennoch kann er seine Leistung damit nicht entschuldigen und das weiß er auch“, sagt Vollmann.

Vasiliadis und Preißinger kehren zurück

Im Spiel am Freitagabend sollen nun zwei Stützen wieder in die Elf zurückkehren - zumindest für jeweils 45 Minuten. Sebastian Vasiliadis (Pfeiffersches Drüsenfieber ) und Rico Preißinger (Bänderriss) sind bereits im Mannschaftstraining zurück und müssen nun selbst nur noch „die Ampel auf grün stellen“. „Wir sollten schauen, dass beiden Spieler zumindest eine Hälfte mit dabei sind“, sagt Vollmann. Allerdings möchte er diese Aussage nicht als mögliche Generalprobe für das WFV Pokalspiel gegen den Regionalligisten SSV Ulm (11. April) interpretiert wissen.

„Wir können gegen Bremen nicht mit dem Spazierstock auf den Platz gehen. Der Gegner hat sich noch lange nicht aufgegeben und ist vor allem in der Offensive stark“, sagt Vollmann und fügt an: „Schwachpunkt ist beim Schlusslicht sicherlich aber die Defensive und die fehlende Erfahrung.“

Welzmüller fehlt

Verzichten muss der Aalener Coach gegen Bremen II sicher auf Maximilian Welzmüller (zehnte gelbe Karte und verletzt).

Alle anderen Sorgenkinder haben oder werden sich noch fit melden für Freitag. Luca Schnellbacher hat mit einer Rippenprellung zu kämpfen, wird aber auf jeden Fall mit dabei sein. „So wie ich Luca kennen, wird er sich am Freitagabend durchbeißen“, sagt VfR-Trainer Peter Vollmann.

Der Gegner Werder Bremen II:

Mit 20 Punkten muss die Reserve der Bundesligaelf von Werder Bremen wohl am Ende der Saison die Segel in der 3. Liga streichen. Seit 28 Spiele wartet die Mannschaft von Trainer Sven Hübscher auf ein Erfolgserlebnis. Zuletzt verloren die Bremer knapp mit 2:3 gegen die Sportfreunde aus Lotte. „Die Bremer waren dabei keinen Millimeter schlechter als die Sportfreunde“, sagt VfR-Trainer Peter Vollmann. Die Bundesliga-Reserve hat bei 28 eigenen Treffer bislang 54 Gegentreffer kassiert.

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